Beim Umsatz je Fläche haben die Baustoffhändler vor den Möblern und den Baumärkten die Nase vorn. Die aktuellen Zahlen zu Flächenumsätzen.
Für EMV war der Zusammenschluss mit dem Baustoffring ein richtig guter Deal. Denn die Fusion katapultierte die Flächenproduktivität der Einzelhandelssparte von Platz 13 auf Platz 8 bzw. von 1.409 Euro (EMV in 2015) auf 2.273 Euro für Bauvista im Jahr 2016. Beim jährlichen Vergleich der Flächenproduktivität von Baumärkten und Baustoffhändlern liegt traditionell der Baustoffhandel dank höherer Margen vorn. Das hat sich auch 2016 nicht geändert, außer eben für EMV respektive Bauvista. Und für Poco, die als Möbler mit hohem DIY-Sortimentsanteil auch unter den Top 5 liegen. Der erste echte Baumarkt rangiert mit Hornbach erst auf Platz 7. Hier hat es einen großen Sprung von 2.274 Euro auf 2.401 Euro je Quadratmeter Verkaufsfläche gegeben.
Eurobaustoff legt kräftig zu
Die Berechnung der Flächenproduktivität erfolgt nach dem Schema: Gesamtumsatz des Handelsunternehmens geteilt duch die gesamte Verkaufsfläche (gemäß BHB-Kalkulation). Trotz guter Baukonjunktur haben einige Händler Umsatz verloren. Dazu gehören etwa ZG Karlsruhe, Baustoffverbund Süd oder auch NBB. Die Mehrheit hat indes moderate Zuwächse in 2016 verzeichnen können. Den kräftigsten Sprung nach vorn machten die Euro-DIY oder auch Hornbach. Das ist angesichts weiter steigender Internetumsätze im DIY-Bereich überraschend. Denn der E-Commerce ist seit Jahren dafür verantwortlich, dass die Umsätze auf der Fläche tendenziell sinken. Weiterhin fällt auf, dass die Spreizung bei der Flächenproduktivität weiter zunimmt. So erlöst ein Nowebau mehr als dreimal so viel je Quadratmeter wie Hellweg.
