Hochwasser
Zahlreiche Unternehmen der DIY-Branche leisten Soforthilfe. (Quelle: LucyKaef/Pixabay)

Handel 2021-07-19T00:00:00Z Flutkatastrophe: DIY-Branche hilft

- Aktualisierung am 20.07.2021 - Nicht nur in der Bevölkerung hat die dramatische Hochwasserlage in Teilen Deutschlands eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Auch zahlreiche Unternehmen der DIY-Branche leisten spontane Hilfe.

So hatte Bauhaus bereits am Freitag nachweislich Betroffenen einen Preisnachlass von 20 Prozent auf das stationär verfügbare Sortiment gewährt. Ein ähnliches Angebot unterbreitete Toom . Neben dem ebenfalls 20-prozentigen Rabatt kündigten die Kölner Sachspenden an. Das gleiche gilt für Hellweg . Dort läuft die Aktion noch bis Ende Juli. Personen, die unmittelbar vom Hochwasser geschädigt worden sind, erhalten einen Rabatt von 20 Prozent auf vorrätige Artikel in haushaltsüblicher Menge, die zur Behebung und Verhinderung von Hochwasserschäden benötigt werden.

Hornbach griff den Opfern der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie in Luxemburg ebenfalls mit einer Soforthilfe unter die Arme. Noch bis voraussichtlich 14. August 2021 will das Unternehmen in 16 seiner Bau- und Gartenmärkte den Geschädigten einen Hochwasser-Nachlass in Höhe von 20 Prozent auf das gesamte Sortiment gewähren. Diesen können Geschädigte bei entsprechendem Nachweis sogar rückwirkend auf Ware entsprechende erhalten, die sie vor dem Aktionsbeginn am 16. Juli gekauft oder bestellt haben.

Von Sofortrabatt bis Transportkoordination

Auch Obi half spontan mit Materialspenden und der deutschlandweiten Koordination von aktuell schwer verfügbaren Maschinen und Werkzeugen wie Trocknungsgeräten oder Pumpen. Wer deutschlandweit ein solches gebraucht abgab, erhielt einen Warengutschein. Die Weitergabe an die Geschädigten erfolgte kostenlos. Die Wermelskirchener sorgten dabei auch für den Transport in die verschiedenen Krisenregionen.

Gardena spendete als Soforthilfe insgesamt 200 Pumpen plus Zubehör für Anwohner der Hochwassergebiete im Westen und brachte diese in der Nacht zu Samstag auf den Weg zu den örtlichen Krisenstäben, ebenso über 100 Schneewannen, Schneeschieber und Wasserschieber zur Beseitigung des Schlamms.

Auch Oase hat unterstützt von der lokalen Feuerwehr aus Rheine bereits eine erste Lieferung von Entwässerungspumpen auf den Weg in die betroffenen Gebiete gebracht. „Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir helfen“, betont Thorsten Muck, CEO der Oase Gruppe. Es gehe nicht um Publicity oder PR, sondern echte Hilfe. Behörden, THW, Feuerwehren und sonstige Hilfsorganisationen können sich daher auch weiterhin an das Unternehmen wenden.

Zu bürokratisch?

Die gut gemeinten Aktionen könnten indes verhallen. Denn unisono verlangen die Baumärkte zum Einlösen der Rabatte einen entsprechenden Nachweis. Betroffene wissen jedoch oft nicht, wie und wo sie diesen erhalten können. Erste Polizeidienststellen in den betroffenen Hochwasser-Gebieten machen bereits darauf aufmerksam, dass sie dafür nicht die richtige Anlaufstelle sind. Auch die Gemeindeverwaltungen, sofern besetzt und arbeitsfähig, dürften in diesen Tagen andere Sorgen haben.

Baumärkte blieben verschont

Ernsthafte Schäden gab es beim Handel selbst augenscheinlich nicht. So waren zum Beispiel zwar auch die drei Bauhaus Fachcentren in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Hagen und Wuppertal von Schäden durch Überflutungen betroffen und mussten kurzfristig geschlossen bleiben. Mittlerweile konnten diese Niederlassungen jedoch wieder vollumfänglich in Betrieb und für den regulären Kundenverkehr geöffnet werden.

zuletzt editiert am 22. Juli 2021
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