"Grenzenlos wild" und "Das Männerbeet": So heißen die neuen Konzepte, die das Planungsteam der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin als Beetkollektionen samt Pflanz- und Pflegeanleitung für 2020 entworfen hat.
Viele Hobby-Gärtner suchen bei der Bepflanzung des Außenbereichs nach Inspiration und Pflanztipps von Experten. Für die kommende Gartensaison hat die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin daher wieder zwei neue Beetkollektionen entworfen, welche die Kunden inklusive Pflanz- und Pflegeanleitung bei der Staudengärtnerei bestellen können.
Wie es ihm gefällt
Das Konzept "Männerbeet" ist eine Hommage an alle männlichen Gartenfreunde. Statt rosig-sanft besticht es durch eher maskulin wirkende, gedeckte Farbtöne und ausdrucksstarke Pflanzen. Es gibt stattliche Stauden, wie die architektonische Kugeldistel, die Hohe Flammenblume, den Bartfaden und eine imposante Palmlilie. Durch Begleiter wie dauerblühenden Storchschnabel, Ziersalbei, Helmkraut und Katzenminze wird die Blütezeit bis in den Herbst verlängert. Blattschmuckstauden bestechen durch Hell-Dunkel-Kontraste. Dazu zählen die feine graugrüne Rutenhirse, silberner Wermut, Wollziest, Blauschwingel oder der dunkellaubige Wasserdost. Die Blütenstars der Pflanzung sind eine schwarzviolette Bartiris, auch Schwertlilie genannt, sowie eine fast weiße, robuste Taglilie. Und was Mann (und natürlich auch Frau!) gefällt, ist auch für die Insektenwelt eine Wohltat. Von Mai bis Oktober finden Bienen, Hummeln und Schmetterlinge Nahrung an den Blütenstauden. Wer für noch mehr Blüten sorgen möchte, kann das Beetpaket durch Blumenzwiebeln ergänzen, etwa Krokusse, Tulpen und Kugellauch.
Sortiertes Chaos

In einem gepflegten Garten mit Wildpflanzen gärtnern? Mit „Grenzenlos wild“ ist das möglich. Auf nur drei Quadratmetern tummeln sich viele Wildpflanzen aus Deutschland und Europa. Hier findet sich imposante Kugeldistel neben Mazedonischer Witwenblume. Hoher Blutweiderich wacht über Wiesenstorchschnabel, -salbei und -margerite, leuchtendem Ochsenauge, Tausendblättriger Schafgarbe, gelbem Fingerhut, Goldwolfsmilch und Wilder Zwergaster. Im Wind schaukeln dazu die pinkfarbenen Blüten der Karthäusernelke und einer rundblättrigen Glockenblume. Wildstauden haben ihren ganz eigenen Reiz, haben sie doch oft viel zartere Blüten als gärtnerische Auslesen. Im Frühling und Frühsommer blühen die weiße Waldanemone und die violette Kuhschelle. Kräuter wie Wilder Thymian, Steinquendel und Oregano vervollständigen das Ensemble. Für eine Verlängerung der Blütezeit wird empfohlen, Blumenzwiebeln wie Elfenkrokus oder Schneeglöckchen im Herbst zu pflanzen.