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Die Umsätze für Garden-Living-Produkte lagen Ende 2021 um 5,4 Prozent höher als Ende 2019 (Quelle: Westend61)

Branche

10. August 2022 | Teilen auf:

Garden-Living-Produkte: Baumärkte erreichen knapp 45 Prozent Marktanteil

Insgesamt ist der Megatrend Garden-Living nicht zu stoppen. Das machen die Ergebnisse im jetzt erschienenen „Branchen-Report Garden-Living 2022“ deutlich. Baumärkte konnten von diesem Trend profitieren.

Die Rahmenbedingungen für den Garden-Living-Markt konnten kaum herausfordernder sein. Die Probleme bei den Lieferketten, die Konsumzurückhaltung, eine gewisse Marktsättigung speziell bei Balkon-, Gartenmöbeln und Auflagen sowie die wieder aufkeimende Reiselust, all das waren wichtige bremsende Faktoren. Trotzdem liegen die Umsätze für Garden-Living-Produkte Ende 2021 um 5,4 Prozent höher als Ende 2019, dies zeigt der Branchen-Report Garden-Living 2022, den die Kölner Marktforscher von Marketmedia24 jetzt veröffentlicht haben.

Dabei weisen in dieser Zeit die Garten- und Balkonmöbel aus Kunststoff das höchste Wachstum (31,1 Prozent) aus. Insgesamt ist der Megatrend Garden-Living nicht zu stoppen. Umweltthemen und Klimaschutz sensibilisieren weiterhin für die Wohnform, die drinnen und draußen verbindet, und nicht zuletzt die hohe Inflation, die Energiekrise und der Ukraine-Krieg sorgen dafür, dass Garten und Balkon als Zufluchts- und Rückzugsorte von Bedeutung bleiben, resümiert der Branchenreport.

Garden-Living, markttrends
Bis zum Jahr 2030 erwartet Marketmedia24 für Baumärkte im „Best-Case-Szenario“ leicht steigende Umsätze auf 1,53 Milliarden Euro, im „Worst-Case-Szenario“ sinken die Umsätze auf 1,13 Milliarden Euro und damit unter das Niveau von 2010. (Quelle: Screenshot)

Die Rückblicke des Handels auf Garden-Living-Umsätze in den beiden Corona-Jahren fallen auf jeden Fall positiv aus. Denn von den Baumärkten (plus 4,2 Prozent) über Gartencenter (plus 3,2 Prozent), Möbelhandel (plus 4,4 Prozent), Lebensmittelhandel (plus 5,2 Prozent) bis zum durchstartenden Distanzhandel konnten sich alle von den allgemeinen Markttrends abkoppeln, sprich positiv abschließen, heißt es in einer Mitteilung der Marktforscher.

Das gilt selbst für die Handelsformate, die 2021 gegenüber Vorjahr wieder ins Minus rutschten. Das war – zum Teil bedingt durch hohe Vorgaben und die Lockdown-Phasen – auch bei den Baumärkten der Fall. Dennoch beziffert sich deren Umsatzplus mit Garden-Living-Produkten 2021 versus 2019 auf plus 5,4 Prozent. Und obwohl damit ein weiterer Marktanteilsverlust einher ging, wird der Marktführer bis 2030 Nummer 1 bleiben. Parallel wird sich bis dahin der Umsatz des Gesamtmarktes voraussichtlich bei rund 3,5 Milliarden Euro bewegen.

zuletzt editiert am 10.08.2022