Eine Schaukel im Garten
Die Gartensaison 2022 steht bevor. (Quelle: Pexels/Rene Asmussen)

Grüne Fakten 2022-01-27T16:09:24.299Z Gartenbranche stimmt Verbraucher auf Preiserhöhungen ein

Verbraucherpreise kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Auch die bevorstehende Saison im Garten wird teurer. Die Hersteller von Erde und Dünger sowie Produzenten von Gartengeräten und Hartwaren werden steigende Kosten an Handel und Endverbraucher weitergeben.

Konsumgüter sind teuer momentan. Verbraucher müssen an vielen Stellen tiefer in die Tasche greifen. Und das bleibt vorläufig auch so. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach jüngst in seinem Jahreswirtschaftsbericht von einer schwierigen Aufholphase. „Insgesamt wird damit gerechnet, dass der Anstieg des Verbraucherpreisniveaus in diesem Jahr mit jahresdurchschnittlich 3,3 Prozent abermals deutlich ausfällt", heißt es in dem Papier. 2021 erhöhten sich die Verbraucherpreise im Schnitt um 3,1 Prozent.

Vor allem höhere Energiekosten befeuern die Inflation. Dazu kommen gestörte Lieferketten infolge der Corona-Pandemie sowie Rekordpreise für Fracht und Rohstoffe. Der Industrieverband Garten (IVG) hatte bereits im vergangenen Oktober daraufhin hingewiesen, dass zum Beispiel die Preise für Blumenerde und Düngemittel steigen werden, weil den Herstellern keine andere Wahl bleibe, als höhere Kosten an Handel und Verbraucher weiterzureichen.

Entspannt hat sich die Lage seither kaum. „Viele unserer Mitgliedsunternehmen haben in den vergangenen Monaten alles Mögliche unternommen, um lieferfähig zu bleiben und den gewohnten Service zu gewährleisten“, sagt IVG-Chefin Anna Hackstein. „Doch die Entwicklung der letzten Monate und die ausbleibende Entspannung auf dem Weltmarkt, die voraussichtlich bis ins Frühjahr hineinreichen wird, zwingt die Unternehmen dazu, erneut Preisanpassungen vorzunehmen, um weiterhin wirtschaftlich produzieren und die Versorgungslage sicherstellen zu können.“

zuletzt editiert am 10. Februar 2022
Newsletter