Ein Bauarbeiter schneidet Holz mit einer Kreissäge. (Quelle: Pixabay)
Holzverarbeitung auf einer Baustelle (Quelle: Pixabay)

Handel

23. November 2021 | Teilen auf:

GD Holz: Kaum noch Knappheit bei Bauholz

Nach Einschätzung des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel sowie den im Holzhandel aktiven Verbundgruppen Eurobaustoff, Hagebau, Holzland und Holzring ist Bauholz wieder „sehr gut verfügbar“. Vorratskäufe seien nicht länger notwendig.

Holz allgemein und Bauholz im Speziellen habe „wieder ein wettbewerbsfähiges Preisniveau erreicht“, sagt Maximilian Habisreutinger, Holzhändler und Vorstandsmitglied des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel (GD Holz). Die Branchenvertretung sowie die Verbundgruppen Eurobaustoff, Hagebau, Holzland und Holzring weisen in einer gemeinsamen Mitteilung darauf hin, „dass Bauholzsortimente und der entsprechende Rohstoff derzeit kaum noch knapp sind, sondern es aktuell und auch in Zukunft genügend Holz aus heimischer Forstwirtschaft wie auch aus dem Holzimport zur Verarbeitung geben wird“. Handwerksbetriebe und andere Verarbeiter von Holz werden aufgerufen, „die geänderte Situation beim Einkauf der Ware entsprechend zu berücksichtigen“. Heißt: Vorratskäufe sind nicht länger notwendig.

Wie sich die Situation entwickelt, ist allerdings offen. „Die Branche geht von einem knapper werdenden Angebot im ersten Quartal 2022 aus,“ sagt Habisreutinger. GD-Holz-Geschäftsführer Thomas Goebel verweist zudem auf wieder anziehende Preise an den Börsen. Dennoch hofft die Branche, dass sich eine Marktsituation wie zu Beginn dieses Jahres nicht wiederholt. Alle Marktteilnehmer müssten „dazu ihren Beitrag leisten“. Goebel: „Ein guter Absatz und eine insgesamt auskömmliche Kalkulation für alle an der Wertschöpfungskette Beteiligten erhöhen die Wertschätzung für den Rohstoff und sind positiv zu bewerten.“ Aufgrund der guten Holzbaukonjunktur in Deutschland und Europa werde es auch im kommenden Jahr „gute Absatzmöglichkeiten für Bauholzsortimente geben“.

zuletzt editiert am 23.11.2021