Obi Moskau
Die Geschäfte in Russland wurden nach Kriegsbeginn eingestellt. (Quelle: MAU)

Handel

20. July 2022 | Teilen auf:

Geschäftsbericht 2021: Obi verzeichnet positive Entwicklung

Die Tengelmann-Tochter Obi konnte den hohen Belastungen durch die Pandemie im Geschäftsjahr 2021 trotzen und konnte den Umsatz auf "hohem Niveau" halten.

Die Belastungen der Pandemie habe die Geschäftsentwicklung zwar maßgeblich beeinflusst, doch unter dem Strich sei sie positiv verlaufen, resümiert Tengelmann in seinem Geschäftsbericht. Der harte Lockdown im ersten Quartal 2021 beeinträchtigte den stationären Handel massiv, was aber teilweise durch digitale Vertriebskanäle kompensiert werden konnte, teilt der Konzern weiter mit. Nicht zuletzt aufgrund der guten Entwicklung einiger internationaler Märkte habe sich der Umsatz auf hohem Niveau halten können. Zugleich habe die Tengelmann-Tochter in ihrer digital-orientierten Transformation weitere Fortschritte verzeichnet.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Energieversorgung, die Rohstoffpreise, die Lieferketten sowie die Inflation stellten großen Herausforderungen dar, so der Konzern. Obi habe bereits wenige Tage nach Kriegsbeginn seine Geschäfte in Russland eingestellt und zwischenzeitlich an einen russischen Investor abgegeben. Der Marktaustritt von Obi in Russland werde das Ergebnis einmalig belasten, fasst der Handelskonzern zusammen.

Insgesamt erzielte die Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 8,3 Milliarden Euro) und damit erneut ein leichtes Umsatzplus von 0,8 Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent) bei einem positiven Jahresergebnis. Gemessen an der Dauer und den effektiven Beschränkungen hätten sich alle, auch die im stationären Handel tätigen Geschäftsfelder, gut behauptet, so die Angaben des Konzerns. Zudem seinen auf Gesellschafterebene Dinge neu geordnet worden. Nach Einigung der Familienstämme Karl-Erivan Haub und Christian Haub erwarb dieser sämtliche Anteile des anderen Familienstammes und ist nunmehr Mehrheitsgesellschafter der Unternehmensgruppe. Die restlichen Anteile werden von seinem Bruder Georg gehalten.

zuletzt editiert am 20.07.2022