Die Unternehmen in den meisten Einzelhandelssparten bewerten ihre Geschäftslage schlechter, teilt das Ifo Institut mit.
„Auch die Erwartung an die kommenden Monate bleibt verhalten. Die weitere Abkühlung der Konjunktur trifft die Einzelhändler, die auch zuletzt schon von einer schwächelnden Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher belastet waren“, wird Ifo-Experte Patrick Höppner in der Mitteilung zitiert.
Verbesserungen gebe es hingegen bei den Lieferschwierigkeiten, so das Ifo Institut. Im Einzelhandel insgesamt sind immer weniger Unternehmen von Nachschubproblemen betroffen. Im August waren es noch 34,8 Prozent, nach 36,6 Prozent im Juli. Von den Baumärkten waren im August 21,9 Prozent der Unternehmen betroffen. Zum Vergleich: Im Mai 2023 meldeten noch 41,5 Prozent der Baumärkte Lieferprobleme, somit nahzu eine Halbierung innerhalb von drei Monaten.
Wegen der eingetrübten Geschäftssituation im Einzelhandel haben Firmen nach Angaben des Ifo Instituts in einigen Sparten auch Beschäftigung abgebaut. Der Fachkräftemangel sei in den meisten Sparten kein so großes Problem mehr wie zuletzt noch, heißt es. Insgesamt melden für das dritte Quartal 35,4 Prozent der Einzelhändler Probleme bei der Fachkräftegewinnung, nach 36,7 Prozent im zweiten Quartal.
