Bauvista hat zur jährlichen Gesellschafterversammlung nach Kassel geladen und war mit einer Beteiligungsquote von über 70 Prozent voll beschlussfähig. Insgesamt zählt Bauvista aktuell 163 Gesellschafter. Die Geschäftsführung sowie der Aufsichtsrat wurden jeweils mit 100 Prozent der Stimmen entlastet.
Das Marktumfeld bleibt angespannt, heißt es in einer Mitteilung. Hohe Zinsen, geopolitische Unsicherheiten und steigende Kosten belasten die Branche. Neubauprojekte werden seltener geplant, Renovierungen gehen zurück. „Die anhaltende Baukrise wirkt in allen Bereichen“, sagt Stephan Eichhorn, Vorsitzender des Bauvista Aufsichtsrates. „Fehlende Impulse seitens der Politik, hohe Finanzierungskosten und immer mehr Bürokratie bremsen den Markt deutlich.“
Trotzdem sei die Kooperation bei wichtigen Kennzahlen weiterhin stabil, so die Angaben. Der zentralregulierte Umsatz stieg 2025 um rund 11 Prozent auf 559 Millionen Euro. Der Baustoff-Fachhandel entwickelte sich positiver als der DIY-Einzelhandel.
„Unsere schlanke Zentrale und der enge Austausch mit Lieferanten sichern uns stabile Rahmenbedingungen“, so Jörg Kronenberg, Bauvista-Geschäftsführer. „Das zahlt sich insbesondere in herausfordernden Zeiten aus.“
Aufsichtsrat, Werbe- und Sortimentsbeirat neu gewählt
Die Gesellschafterversammlung als zentrales Organ beschloss laut Mitteilung eine Anpassung der Gremienstruktur und verkleinerte den Aufsichtsrat von bislang acht auf fünf Mitglieder. Ergänzend wurden zwei Ersatzmitglieder gewählt, um die Handlungsfähigkeit des Gremiums jederzeit sicherzustellen. Zusätzlich wurde die Zusammensetzung des Werbe- und Sortimentsbeirates gewählt. Die Wahlen der neuen Gremienzusammensetzungen erfolgten einstimmig.
Fokus auf Effizienz und Zusammenarbeit
Für die kommenden Monate setzt Bauvista nach eigenen Angaben klare Schwerpunkte: Kostenkontrolle, effiziente Prozesse und stärkere Zusammenarbeit innerhalb der Kooperation. „Unser Ziel ist es, die Erträge unserer Gesellschafter zu sichern und weiter zu verbessern“, sagt Johannes Häringslack, Bauvista Geschäftsführung. Gleichzeitig investiert die Kooperation in Digitalisierung und Prozesse. Neue Pricing-Software, optimierte Bestellabläufe und der Ausbau der Datenbasis sollen die Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken.
Ein zentrales Element bleibt die Gemeinschaft: „Bauvista lebt vom Austausch und vom Engagement der Gesellschafter“, betont Stephan Eichhorn. „Gemeinsam finden wir pragmatische Lösungen – gerade in schwierigen Zeiten.“
