Kaufkraft der Deutschen steigt.
Die Kaufkraft in Europa ist nominal um rund 4 Prozent gewachsen. (Quelle: moerschy, Pixabay)

Branche 2025-10-21T22:00:00Z GfK-Studie: Kaufkraft in Europa gestiegen

Die Kaufkraft in Europa erhöht sich 2025 auf 20.291 Euro. Die Unterschiede zwischen den 42 untersuchten Ländern sind allerdings erheblich. So haben die Menschen in Liechtenstein, der Schweiz und Luxemburg ein weitaus höheres Nettoeinkommen als im Rest Europas. Irland zählt zu den großen Gewinnern des Jahres. Deutschland rangiert auf Platz 9. Das zeigt die neue Studie „NIQ Kaufkraft Europa 2025“.

Im Jahr 2025 verfügen die Europäer insgesamt über rund 13,9 Billionen Euro an Kaufkraft. Dieses Budget steht für Essen, Wohnen, Dienstleistungen, Energiekosten, private Altersvorsorge, Versicherungen, Urlaub, Mobilität oder auch Konsumwünsche zur Verfügung. Pro Kopf ergibt sich daraus eine Kaufkraft von durchschnittlich 20.291 Euro, was einem nominalen Zuwachs von 4,0 Prozent im Vergleich zum revidierten Vorjahreswert entspricht. Wie viel die Verbraucher jedoch für Ausgaben und zum Sparen tatsächlich zur Verfügung haben, unterscheidet sich sehr von Land zu Land und hängt auch davon ab, wie sich die Verbraucherpreise 2025 entwickeln.

„Die Kaufkraftunterschiede innerhalb Europas sind nach wie vor erheblich“, erklärt Markus Frank, NIQ-Experte für Geomarketing. „So verfügen die Menschen in Liechtenstein – dem Spitzenreiter im Ranking – über mehr als das 24-Fache an Kaufkraft im Vergleich zur Ukraine, die das Schlusslicht bildet. Dennoch zeigt sich ein langfristiger Trend: Länder mit geringerer Kaufkraft verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse. Dadurch verringert sich die Kluft zwischen den Nationen allmählich. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lag das Verhältnis zwischen Liechtenstein und der Ukraine noch bei über dem 66-Fachen.“

zuletzt editiert am 21. Oktober 2025