Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft Glyphosat für „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Baumärkte und Gartencenter haben den Wirkstoff mehrheitlich aus dem Sortiment genommen. Zurecht? Die Fachzeitschrift markt in GRÜN sprach hierzu mit Bettina Wenger, Brand Manager Central Europe bei Scotts Celaflor.
Wie Bettina Wenger, Brand Manager Central Europe von Scott Celaflor die Lage einschätzt, ist die Diskussion um die Verwendung von Glyphosat ein schwieriges Thema, ein Spiel mit der Panikmache. Vor allem von den NGOs sei das Thema stark als Angstthema instrumentalisiert worden.
DIY Ketten seien gezielt unter Druck gesetzt worden, Glyphosathaltige Produkte auszulisten oder öffentlich an den Pranger gestellt zu werden. „Gartencenterbetreiber und DIY-Ketten kennen zwar die Fakten rund um Glyphosat sehr gut, wollen aber nicht, dass ihr Name am Pranger steht. Dies stehe nicht in Relation zu den Verkäufen, so ihre Argumentation. Daher hat das Gros der DIY-Ketten Glyphosathaltige Unkrautbekämpfungsmittel bis auf wenige Ausnahmen ausgelistet. Aber wir sehen, dass es einen Unterschied gibt zwischen den DIY-Ketten und dem Fachhandel der Gartencenterbetreiber, der pragmatischer auf den Druck reagierte. Sie gehen nach den Fakten und halten es für legitim, das Herbizid zu verkaufen, da die Produkte registriert, zugelassen und somit für den Handel uneingeschränkt verkehrsfähig sind“, so Bettina Wenger.
