Grillen Gasgrill
Nach dem Grill-Boom im Coronajahr 2020 macht sich jetzt eine Marktsättigung bemerkbar. (Quelle: Pexels/Erik Mclean)

Handel

4. January 2023 | Teilen auf:

Grillmarkt: Sättigungseffekt bremst Wachstum ab

Laut "Branchenbericht Grillen" des IFH Köln ist die Umsatzentwicklung des Grillmarktes geprägt von Sättigungstrends. Der Gesamtmarkt wird laut Prognose erst 2025 wieder auf das Niveau des Rekordjahres 2020 kommen.

Nachdem die Umsätze im Coronajahr 2020 signifikant anstiegen, zeigte sich ab 2021 – wie bereits auch schon 2019 – ein Sättigungseffekt, der das Wachstum des Marktes auch im abgelaufenen Jahr 2022 abgebremst hat. Dies zeigt der neue „Branchenbericht Grillen“ des IFH Köln in Zusammenarbeit mit dem Industrieverband Garten (IVG) e.V..

Grillmarkt profitierte vom Cocooning-Trend

Durch die Ausgangsbeschränkungen sowie die geschlossene Gastronomie, sorgte die Coronapandemie 2020 für ein Umsatzplus im Grillmarkt von 14 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Durch den sogenannten Cocooning-Trend schafften sich mehr Konsumenten neue Grillgeräte an, jedoch hielt das rasante Umsatzwachstum nicht lange an. Bereits vor der Pandemie hatte sich 2019 ein Sättigungstrend gezeigt, der nach den Rekordumsätzen von 2020 erwartungsgemäß wieder einsetzte und sich entsprechend im Jahr 2021 in einem Umsatzrückgang von 1,2 Prozent zeigte. Für das abgelaufene Jahr 2022 ist nach Angaben des IFH Köln von einem weiteren Minus von gut zwei Prozent auszugehen. Eine leichte Aufwärtstendenz prognostizieren die Experten des Kölner Instituts ab 2024: Im Jahr 2025 könnte sich das Umsatzvolumen zurück auf das Niveau des Jahres 2020 bewegen.

Grillgeräte machen größten Marktanteil aus

Der tiefergehende Blick auf die Warengruppen offenbart dem Branchenbericht zufolge in erster Linie zwei grundlegende Ergebnisse: So existierte zwischen den drei Hauptbereichen Grillgeräte, Grillbrennstoffe und Grillzubehör in den letzten Jahren eine verhältnismäßig stabile Aufteilung der Marktanteile. Auf Grillgeräte entfallen über 60 Prozent des Marktes, die restlichen 40 Prozent verteilen sich auf die anderen beiden Bereiche mit leichtem Vorteil für Brennstoffe. Ein anderes Bild zeigt sich der Analyse zufolge beim Detailblick auf die Arten der Grillgeräte. Hier hat sich ein deutlicher Wandel weg von den Holzkohlegrills hin zu mit Gas betriebenen Geräten gezeigt.

„Die kurzfristige Prognose für die Grillbranche sieht weiter verhalten aus. Der Bedarf an privaten Geräten – die den Großteil der Branche ausmachen – ist erst einmal gedeckt. So rechnen wir für 2023 mit einer stagnierenden Umsatzentwicklung", stellt Dominik Kudet, Junior Projektmanager am IFH Köln fest.

zuletzt editiert am 04.01.2023