Hornbach Markt
Die Hornbach-Gruppe verzeichnet weiterhin eine beständige und starke Nachfrage im ersten Halbjahr. (Quelle: Hornbach)

Handel

29. September 2022 | Teilen auf:

Halbjahres-Bilanz: Hornbach-Gruppe legt beim Umsatz um 5,2 Prozent zu

Trotz steigender Produktpreise bleibt die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkerprodukten anhaltend stark. So verzeichnet die Hornbach-Gruppe ein Umsatzplus im ersten Halbjahr gegegnüber dem Vorjahreszeitraum von 5,2 Prozent. Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu.

Den gestern vorgestellten Zahlen zufolge wuchs der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2022/2023 (1. März bis 30. August 2022) um 5,2 Prozent auf 3.463,3 Millionen Euro (2021/22: 3.292,4 Millionen Euro). Das flächen- und währungsbereinigte Wachstum im 3-Jahres-Vergleich von 28,7 Prozent unterstreicht nach Angaben des Konzerns die deutliche Wachstumsbeschleunigung während der Covid-Pandemie. Das bereinigte EBIT (operatives Ergebnis bereinigt um nicht operative Ergebniseffekte) im H1 2022/23 lag mit 277,4 Millionen Euro unter dem Rekordwert des Vorjahres (337,2 Millionen Euro), jedoch deutlich über H1 2019/20 mit plus 40 Prozent, teilt der Baumarkt-Filialist weiter mit.

Das Augenmerkt der Kunden sei weiterhin auf die Optimierung ihres Zuhauses ausgerichtet, dieser Trend habe sich in den Sommermonaten fortgesetzt, sagt Erich Harsch, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Baumarkt AG. "Insbesondere Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz wurden in einigen Regionen verstärkt angegangen. Angesichts der anhaltenden Herausforderungen in Bezug auf Inflation und Lieferketten haben wir unser Versprechen, ein zuverlässiger Partner für unsere privaten und professionellen Kunden bei allen Sanierungs- und Renovierungsprojekten zu sein, weiterhin eingelöst“, so der Vorstandsvorsitzende.

Bau- und Gartenmärkte wachsen um 1,9 Prozent

Der größte operative Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG (DIY-Einzelhandel), der zum 31. August 2022 insgesamt 169 großflächige Bau- und Gartenmärkte sowie Online-Shops in neun europäischen Ländern betrieb, steigerte den Nettoumsatz laut Konzernangaben um 4,9 Prozent auf 3.236,8 Millionen Euro (2021/22: 3.085,2 Millionen Euro). Flächen- und währungskursbereinigter Wachstum des DIY-Umsatzes in den ersten sechs Monaten teilkonzernweit um 1,9 Prozent (2021/22: 2,5 Prozent).

Die Nettoumsätze der Hornbach-Baumärkte in Deutschland stiegen im H1 2022/23 laut Angaben des Konzerns um 1,4 Prozent auf 1.601,7 Millionen Euro (2021/22: 1.579,7 Millionen Euro). Der flächenbereinigte Umsatz erhöhte sich um 0,9 Prozent (2021/22: 0,7 Prozent). Der Nettoumsatz außerhalb Deutschlands wuchs um 8,6 Prozent auf 1.635,1 Millionen Euro (2021/22: 1.505,5 Millionen Euro). Der Auslandsanteil am Umsatz des Teilkonzerns Hornbach Baumarkt AG erhöhte sich von 48,8 Prozent auf 50,5 Prozent Auf vergleichbarer Fläche und wechselkursbereinigt wuchs der Umsatz in den übrigen europäischen Ländern um 2,9 Prozent (2021/22: 6,4 Prozent).

Der Online-Umsatz (inkl. Click & Collect) bewegte sich auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Covid-Pandemie und hatte im H1 2022/23 einen Anteil von 14,8 Prozent m Gesamtumsatz des Teilkonzerns Hornbach Baumarkt (2019/20: 9,6 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem der stationäre Verkauf noch in einigen Regionen eingeschränkt war, war erwartungsgemäß insbesondere die Nachfrage nach Click & Collect deutlich geringer und hat sich wieder normalisiert. Der Umsatz aus dem Direktversand lag nur leicht unter dem Vorjahr. Insgesamt gingen die Online-Umsätze im H1 2022/23 gegenüber dem Vorjahr um 19,1 Prozent auf 479,8 Millionen Euro zurück.

Ausblick bestätigt

Die Hornbach-Gruppe bestätigt ihren am 13. Juni 2022 angepassten Ausblick für das Gesamtjahr 2022/23 und erwartet nach eigenen Anagagen weiterhin einen leichten Anstieg des Nettoumsatzes im Vergleich zum Vorjahr (5.875,0 Millionen Euro) und einen Rückgang des bereinigten EBIT im niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Rekordwert von 362,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2021/22.

„Das schwierige makroökonomische Umfeld und die zunehmende Ungewissheit hinsichtlich der Konsumausgaben in den kommenden Monaten stellen eine Herausforderung für jedes Unternehmen dar. Gleichzeitig ist unsere Geschäftsentwicklung derzeit stabil und wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir mit anspruchsvollen Marktsituationen umgehen können und gestärkt daraus hervorgehen“, sagte Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Management AG.

zuletzt editiert am 17.10.2022