E-Roller E-Mobilität Mobilität Sharing Quelle: Pexels/Brett Sayles
E-Roller prägen das Straßenbild in Großstädten mit. Quelle: Pexels/Brett Sayles

Handel

17. June 2021 | Teilen auf:

Handel könnte mit Sharing-Anbietern kooperieren

Fahrräder, E-Roller, Autos: In Großstädten wird die sogenannte Shared Mobility immer wichtiger. Der Handel könnte als alltägliche Anlaufstelle von diesem Boom profitieren, zeigt eine aktuelle Studie des ECC Köln.

Während Carsharing in Deutschland schon länger bekannt ist, wird das Straßenbild in Großstädten in letzter Zeit verstärkt durch zahlreiche Anbieter von Bike-, Scooter-, und Roller-Sharing geprägt, welche um Markt- und Kundenanteile kämpfen. Dabei ist Carsharing mit 44 Prozent regelmäßigen Nutzern noch das beliebteste Mobilitätssystem bei den 18 bis 55-Jährigen in deutschen Großstädten, gefolgt von Bike- und Ride-Sharing (jeweils 34 Prozent). Diese und weitere Daten zur alltäglichen Nutzung von neuen Mobilitätskonzepten liefert die neue Studie des ECC Köln „Neue Mobilität auf der Überholspur“.

Nutzer von Sharing-Angeboten sind demnach im Vergleich zu Menschen, die Carsharing und Co. nicht nutzen, nicht nur besonders markenaffin (49 Prozent) und offen für neue Produkte (63 Prozent), sondern auch empfänglich für Werbung (50 Prozent) und ausgabefreudig (63 Prozent) – Konsumentencharakteristika, die große Relevanz für den Handel aufweisen.

„Die Möglichkeiten der Verknüpfung von Handel und Sharing-Angeboten werden aktuell noch kaum genutzt“, sagt ECC-Experte Dr. Ralf Deckers. „Hier lohnt es sich genauer hinzuschauen, denn die urbane Bewegung spielt sich mit am meisten rund um alltägliche Einkäufe und Besorgungen ab. Dieser Symbiose-Effekt der Zielgruppen bietet noch viel offenes Entwicklungspotenzial.“

Die Verknüpfung mit dem Handel als relevante Alltagsanlaufstelle zeigt sich der Studie zufolge auch bei den Buchungsoptionen von Sharing-Anbietern. So ist es für mehr als 40 Prozent der Befragten interessant, ein Verkehrsmittel spontan über eine Supermarkt-App oder ein Terminal im Laden zu buchen. Und auch bei der gewünschten Abhol- und Abgabestation spielt der stationäre Handel eine wichtige Rolle: Geschäfte in der Nachbarschaft (22 Prozent), Supermärkte (20 Prozent) oder Einkaufszentren (16 Prozent) sind für die Befragten relevante Nutzungsorte.