Stefan Genth
Stefan Genth (Quelle: HDE)

Handel 2022-02-03T08:28:32.609Z HDE erwartet 2022 Umsatzplus von 3 Prozent

Nach Einschätzungen des Spitzenverbandes des deutschen Einzelhandels wird die Branche in diesem Jahr erneut an Umsatz zulegen. Die Prognose basiert auf der Annahme nachlassender Auswirkungen der Pandemie und der zügigen Abschaffung der 2G-Regel.

Die aktuelle Geschäftslage im Einzelhandel ist Handelsverbandes Deutschland (HDE) insbesondere bei kleineren Unternehmen und im innerstädtischen Bekleidungshandel weiter schlecht. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage unter 1.300 Handelsunternehmen. Nach wie vor leiden viele Händler unter den durch die 2G-Regelung ausgelösten Umsatzrückgängen, berichtet der Verband. Unter der Voraussetzung, dass die Pandemie und die sie begleitenden Einschränkungen beim Einkauf zeitnah an Bedeutung verlieren, rechnet der HDE für 2022 mit einem Umsatzplus von nominal 3 Prozent für die gesamte Branche, wobei ein Großteil davon erneut der Onlinehandel beitragen wird.

„Obwohl die Umsätze in der Gesamtbilanz wachsen werden, gibt es klare Verlierer. Insbesondere die innerstädtischen Händler werden auch in diesem Jahr noch unter Nachwirkungen der Corona-Krise leiden. Insgesamt könnten deshalb in diesem Jahr noch einmal knapp 16.000 Geschäfte verloren gehen“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. „Nach einem schwierigen, von der Pandemie geprägten Jahr, hofft der Einzelhandel auf ein besseres 2022. Diese Erwartungen werden sich aber nicht für alle Händler erfüllen können. 2G macht es nach wie vor vielen Unternehmen unnötig schwer, wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten. Diese im Kampf gegen die Pandemie nutzlose Maßnahme muss endlich bundesweit fallen.“

Die aktuelle HDE-Umfrage zeigt, dass 46 Prozent der Händler, die unter 2G arbeiten müssen, ihre Geschäftslage als schlecht einschätzen. Ohne 2G liegt dieser Wert bei nur 24 Prozent. Dazu kommen bei vielen Händlern nach wie vor große Probleme mit Lieferschwierigkeiten. Insbesondere die Bereiche Sportartikel, Elektronik und Haushaltswaren sind massiv betroffen.

zuletzt editiert am 03. Februar 2022
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