Textilien erzählen Geschichten. Sie tragen Erinnerungen, spiegeln Identitäten wider und dokumentieren gesellschaftliche Veränderungen. Ein Blick in ihre Vergangenheit ermöglicht ein tieferes Verständnis des Status quo und lässt vergessene Praktiken wieder aufleben. Doch wie können wir aus der Vergangenheit lernen, um eine nachhaltigere und bewusstere Zukunft zu gestalten? Antwort darauf liefern die Heimtextil Trends 25/26 unter der kuratorischen Leitung von Alcova. Durch sechs inspirierende Interviews werden textilen Branchen Stimmen gegeben und ihre Erzählungen lebendig.
Die Heimtextil präsentiert in Zusammenarbeit mit den Gründer*innen von Alcova die Heimtextil Trends 25/26 unter dem Titel „Future Continuous“ – und bietet damit eine visionäre Perspektive auf die tiefgreifende Bedeutung von Textilien. Sie zeigen ihre zentrale Rolle in technologischen, kulturellen und ökologischen Entwicklungen. „Future Continuous“ eröffnet dabei spannende neue Perspektiven auf die Zukunft der Textilindustrie. Alcova hat dafür sechs wegweisende Interviews mit internationalen Designer*innen, Textilforschenden sowie Vertreter*innen von Verbänden und Institutionen aus ihrem Netzwerk geführt, die verschiedene Aspekte der Textilbranche beleuchten. Diese Erzählungen verweben Tradition und Innovation, Kunsthandwerk und moderne Technologie – und laden dazu ein, neue Wege für die textile Zukunft zu erkunden.
Textilien sind viel mehr als nur Stoffe – sie sind tief in Geschichte und Kultur verankert. Schon das Wort „Text“ stammt vom lateinischen „texere“, was „weben“ bedeutet und zeigt, dass Textilien lange vor der Schrift als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel dienten. Sie verknüpfen Erzählungen, verweben Handlungsstränge und sind seit Jahrtausenden ein zentraler Bestandteil unserer Technologie. Janis Jefferies, eine Pionierin der Textilforschung, macht im Interview deutlich: Das Spinnen und Verweben von Fasern war die erste Technologie des Menschen und damit die Grundlage für Baukunst und Mathematik. Heute stehen Textilien im Fokus einer neuen, nachhaltigen Denkweise: weg vom reinen „Recyceln, Reduzieren und Wiederverwenden“ hin zu einer regenerativen Landwirtschaft und einem Vokabular, das von „Wiederherstellen, Erneuern und Auffüllen“ spricht. Diese Entwicklung markiert einen tiefgreifenden Wandel im Nachhaltigkeitsdiskurs – hin zu einem ganzheitlichen Ansatz, der Textilien als Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft sieht.
