Holz
Der Holzhandel wünscht sich von der Politik mehr Unterstützung bei Energiesparmaßnahmen. (Quelle: Pixabay)

Industrie

08. September 2022 | Teilen auf:

Holzhandel leidet unter gestiegenen Energiekosten

Für 2023 erwartet der Holzhandel erhebliche Kostensteigerungen im Energiebereich, bereits 2022 sind die Kosten laut einer Umfrage des Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) zu den gestiegenen Energiekosten deutlich gestiegen.

Von den 33 befragten Unternehmen nutzt die Mehrheit (45 Prozent), hauptsächlich Holz zur Wärmeerzeugung. Gefolgt von Gas mit 38 Prozent und Öl mit 10 Prozent. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (55 Prozent) geben an, selbst Strom zu produzieren. Diese Unternehmen decken durchschnittlich 50 Prozent ihres Strombedarfs aus eigener Erzeugung.

Gefragt nach den Energiesparpotenzialen, sehen laut der Umfrage des Verbandes 69 Prozent der Teilnehmer beim Thema „Investition in erneuerbare Energien“ ein mittleres oder hohes Potenzial. 42 Prozent sehen ein mittleres oder hohes Potenzial dabei, ihren Energieverbrauch allgemein zu reduzieren. Bei den Themen „Umstellung auf andere Energieträger“ und „Investition in Energiesparmaßnahmen“ machen jeweils ein Drittel der Teilnehmer ein mittleres oder hohes Potenzial aus. Am schlechtesten schneiden hier die Energiesparmaßnahmen in Lager oder Ausstellung ab, 82 Prozent bzw. 85 Prozent stufen hier das Potenzial eher als kein oder nur als gering ein. Die befragten Unternehmen streben durchschnittlich eine Reduzierung ihres Energieverbrauchs um 14 Prozent an.

Kosten an Kunden weitergeben

Ein wichtiges Thema für die Unternehmen im Holzhandel ist, ob die gestiegenen Energiekosten an die Kunden weitergegeben werden können. Die Umfrageteilnehmer geben an, im Durchschnitt 21 Prozent der Kostensteigerung an ihre Kunden weitergeben zu können.

Von der Politik erwarten 67 Prozent der befragten Unternehmen mehr Förderung für erneuerbare Energien. Das Thema „Mehr Förderung für Energiesparmaßnahmen“ halten 45 Prozent der Befragten für wichtig, gefolgt von 42 Prozent für „Risikoverteilung auf möglichst viele Energieträger“ und 30 Prozent für reduzierte Steuersätze. Abschließend wurde nach den Konsequenzen für den Holzhandel gefragt, falls die Energieversorgung im Winter nicht stabil gehalten werden kann. 27 Prozent gehen von deutlichen Umsatzeinbußen aus, gefolgt von 55 Prozent, die geringe bis mäßige Konsequenzen erwarten.

zuletzt editiert am 08.09.2022