Holzstapel
Die schwache Baukonjunktur, hohe Bauzinsen, Inflation und eine geringe Zahl an Baugenehmigungen machen dem Holzhandel 2023 zu schaffen. (Quelle: Pixabay)

Handel 2023-11-09T05:29:44.643Z Holzhandel mit zweistelligem Minus

Die Umsätze im Holzhandel sind in den ersten drei Quartalen 2023 deutlich rückläufig, wie der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) im Rahmen des 17. Branchentags Holz in Köln mitteilte.

So sind per September die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum nach dem GD Holz Betriebsvergleich um 15 Prozent zurückgegangen. Die Teilnehmer geben sowohl Preisrückgänge, aber in stärkerem Maße eine geringere Nachfrage als Ursachen an, heißt es vom Verband.

"Das Jahr 2023 ist für den Holzhandel eine echte Herausforderung, weil eine schwache Nachfrage auf erhebliche Kostensteigerungen im Betrieb trifft,“ so GD Holz Geschäftsführer Thomas Goebel. „Dazu gehört auch die ab Dezember 2023 zum Teil drastische Erhöhung der Mautgebühren“.

Schnittholz, Hobelwaren und Fußböden sind den Angaben zufolge in dem genannten Zeitraum um gut 20 Prozent rückläufig, Holzwerkstoffe liegen bei -14 Prozent, Gartenholz bei -18 Prozent und Bauelemente bei -4 Prozent. Die Umsätze seien im Großhandel wie im Einzelhandel gleichermaßen rückläufig. Die Erwartungen des Holzhandels für die kommenden Monate seien sehr verhalten, eine große Mehrheit der Teilnehmer am GD Holz Betriebsvergleich erwarte auch in den kommenden Monaten keine Verbesserung der Geschäftslage, heißt es von Seiten des Verbandes.

zuletzt editiert am 09. November 2023
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