Holz Stapel Pixabay
Die Stimmung in der Holzindustrie trübt sich ein. (Quelle: Pixabay)

Industrie 2020-11-03T00:00:00Z Holzindustrie befürchtet Abschwung

Die Stimmung in der deutschen Holzindustrie hat sich im Oktober leicht eingetrübt. Zuletzt verbesserte sich laut Hauptverband der Deutschen Holzindustrie die Einschätzung zur Geschäftslage, doch der Ausblick ist pessimistisch.

Wie der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) meldet, schlägt sich die Holzindustrie in der Corona-Krise in den meisten Teilsegmenten bisher gut: Wie schon in den Vormonaten fiel das Geschäftsklima im Oktober deutlich besser aus als im gesamten verarbeitenden Gewerbe in Deutschland. Dessen Wert blieb mit +1,6 Punkten deutlich hinter dem entsprechenden Wert von +12,5 Punkten der Holzindustrie zurück. Grund hierfür ist laut Verband insbesondere, dass die heimische Nachfrage noch intakt ist: 70 Prozent des Absatzes der Holzindustrie finden im Inland statt.

Insgesamt schätzen die Unternehmen der Holzindustrie ihre aktuelle wirtschaftliche Lage den sechsten Monat in Folge positiv ein, der Wert liegt im Oktober bei +19,8 Punkten (September: +14,1 Punkte). Die Erwartungen für die kommenden Monate fielen im Vergleich zum Vormonat (+14,8 Punkte) aber wieder negativer aus – der aktuelle Wert liegt bei +5,4 Punkten. Insgesamt sank der HDH-Konjunkturindikator im Oktober leicht auf +12,5 Punkte (Vormonat: +14,7 Punkte). Zum Vergleich: Während des Lockdown im April lag der HDH-Konjunkturindikator bei -62,3 Punkten. Der durch die erste Pandemie-Welle im Frühjahr verursachte Einbruch sei von der deutschen Holzindustrie somit weitgehend überwunden worden.

Entwicklung in den Segmenten uneinheitlich

Trotz der guten Entwicklung bleibt die Stimmungslage in den einzelnen Segmenten der Holzindustrie uneinheitlich, berichtet der Verband: Die Unternehmen in der Sägeindustrie (+45,3 Punkte), in der Holzwerkstoffindustrie (+57,9 Punkte), im baunahen Bereich der Holzindustrie (+74,5 Punkte) und insbesondere im Holzfertigbau (+90,6 Punkte) schätzen ihre aktuelle Situation als sehr positiv ein. Dagegen beurteilt die Möbelindustrie ihre aktuelle Geschäftslage (-4,1 Punkte) verhalten und die Holzverpackungsindustrie (-26,1 Punkte) deutlich negativ.

Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind in den meisten Teilbranchen pessimistischer als die aktuelle Einschätzung und lassen vor dem Hintergrund der sich wieder verschärfenden Pandemie-Situation eine Verschlechterung der Lage befürchten. Einzige Ausnahme bildet noch die Holzwerkstoffindustrie: Hier erwarten die Unternehmen eine deutliche Verbesserung.

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
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