Auch nach dem Rekordjahr 2020 bleibt Holzland im Aufwärtstrend. 2021 konnte ein zentralregulierter Brutto-Umsatz von knapp über 1,2 Milliarden Euro erzielt werden, 18 Prozent mehr als im Vorjahr.
„Ein Betriebsvergleich des GD Holz hat ergeben, dass sich der durchschnittliche Umsatzanstieg in der Holzbranche auf etwa 16 Prozent beläuft. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Ergebnis sogar darüber liegen. Gleichzeitig wissen wir aber selbstverständlich um die Effekte der Preissteigerungen“, betont Holzland-Geschäftsführerin Nicole Averesch. Ein Ende der Preisrallye ist demnach nicht in Sicht. Die Nachfrage für den Rohstoff Holz bleibe jedoch hoch. Aufgrund der drastisch steigenden Energiekosten erwartet die Holzland GmbH zudem neben dem Neubauboom mittelfristig auch eine Welle an energetischen Modernisierungen, für die vor allem Baustoffe benötigt werden.
Gartenholz im Aufwind
Die größten Umsatzanstiege gab es 2021 in den Sortimentsbereichen Holzwerkstoffe (+ 34,5 %), Massivholz/Hobelware (+28,6 %) und Baustoffe (+ 24,9 %). Kräftig zulegen konnten aber auch Bereiche wie Garten mit 16,5 % und Boden/Wand/Decke mit 11,7 Prozent. Auch das Händler-Händler-Geschäft erfuhr im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs um rund 17 Prozent. Grund zur Freude boten zudem die positiven Umsatzentwicklungen über alle Regionen hinweg. So konnten beispielsweise die österreichischen Fachhändler ihren Brutto-Umsatz um mehr als 25 Prozent steigern, die Schweizer um über 19 und die deutschen Partner um 16 Prozent.
Onlineplattform wächst
Erfreuliche Nachrichten kommen aus dem digitalen Bereich: Der Online-Marktplatz www.holzland.de vereint inzwischen rund 70 Teilnehmer, die wiederum alle auch einen eigenen Händlershop haben. Der Brutto-Online-Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. „Neben dieser positiven Entwicklung bei Online-Bestellungen und -Reservierungen konnten wir mit mehr als 18.000 Kontaktanfragen im vergangenen Jahr auch hier einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Wir gehen daher von einem Brutto-Effekt in Höhe von 30 bis 35 Millionen Euro auf das Geschäft der Händler aus“, berichtet Christian Haltermann, Bereichsleiter Digitale Services. Zurück führt er den Erfolg auch auf kundenorientierte Weiterentwicklungen wie den virtuellen Raumplaner. Auch in Zukunft soll der Fokus auf der Digitalisierung liegen und die Kompetenz hier weiter ausgebaut werden.
Ausblick
Für 2022 rechnet Holzland erneut mit einer positiven Umsatzentwicklung, wenngleich die aktuellen politischen Rahmenbedingungen durch die Ukraine-Krise und den daraus resultierenden Auswirkungen auf Lieferketten und Warenverfügbarkeit eine Einschätzung stark erschweren. Viel werde davon abhängen, wie lange der Krieg in der Ukraine dauere und welcher Preis für den Frieden bezahlt werden muss. Lieferengpässe zeichnen sich demnach bereits bei Sortimenten wie Parkett ab.
