Die Baumarktbranche tut sich schwer mit der Einführung neuer Kassen- und Bezahlsysteme. Die Baumarktkette Hornbach testet nun in ihrem Markt in Frankfurt-Niedereschbach ein Self-Scanning-System, bei dem der Kunde sein Smartphone nutzt.
Bereits zwischen Juli und Oktober 2018 hat Hornbach eine Reihe von Märkten in Deutschland mit sogenannten Selbstbedienungskassen ausgerüstet. Zur Grundausstattung der Selbstbedienungskassen gehören Handscanner und Touchscreen. Inzwischen ist das Selfscanning mit dem eigenen Smartphone des Kunden möglich. Um die Self-Scanning-Funktion zu nutzen, muss der User in der Hornbach-App einen Markt auswählen, aktuell ist die Auswahl noch auf den Testmarkt in Frankfurt-Niedereschbach beschränkt.
Danach kann der Kunde mit seinem Smartphone die Codes der gewünschten Waren einscannen. Am Ende wird von der App ein QR-Code generiert, den der User an einer Selbstbedienungskasse einscannt. So gelangen die Informationen über den Warenkorb vom Handy ins Kassensystem des Marktes. Zuletzt kann der Kunde wie gewohnt an der Kasse bezahlen, bar oder mit Karte.
Hornbach will auf diese Weise digitale und stationäre Services immer besser miteinander verknüpfen, um es den Kunden so einfach wie möglich zu machen, ihre Projekt zu realisieren. Seit Ende September dieses Jahres hat Hornbach beispielsweise seine App um eine Bilderkennung ergänzt, die dem Kunden das Identifizieren eines Artikels erheblich erleichtern soll. Fehlt beispielsweise beim Bau eines Möbels eine von vier Spezialschrauben, wird dieser Artikel abfotografiert und die App prüft und teilt mit, wie der Artikel heißt, ob er bei Hornbach geführt wird, in welcher Menge er im nächstgelegenen Markt vorrätig ist und in welchem Gang man ihn dort findet. Der Artikel kann auch reserviert oder online bestellt werden.
Weiteres Beispiel sind die Online-Konfiguratoren, mit deren Hilfe Farbmischservice, die Rahmung von Bildern oder auch der Holzzuschnitt individuell beauftragt werden kann.
