Trotz steigender Umsätze wird Hornbach das Geschäftsjahr 2018/2019 voraussichtlich mit einem Gewinnrückgang von rund 19 Prozent abschließen. Grund: überproportionale Steigerungen der Personal- und Sachkosten.
Die Hornbach-Gruppe meldet für das Geschäftsjahr 2018/19 ein deutliches Umsatzplus. Trotz der zum Teil ungünstigen Witterungsbedingungen in den ersten sechs Monaten stieg der Konzernumsatz um 5,3 Prozent auf rund 4,36 Milliarden Euro. Im operativen Baumarktgeschäft erhöhten sich die Umsätze um ebenfalls 5,3 Prozent auf rund 4,10 Milliarden Euro. Flächen- und währungskursbereinigt legten die Umsätze der Bau- und Gartenmärkte den Angaben zufolge konzernweit um 4,2 Prozent zu. Wie schon im Vorjahr kamen die kräftigsten Wachstumsimpulse aus dem internationalen Geschäft. Die Hornbach Baustoff Union (Großhandel) verzeichnete ein Umsatzplus von 6,7 Prozent auf 265 Millionen Euro.
„Das Umsatzwachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 war sehr erfreulich. Nach dem frostigen Frühjahrsstart und der brütenden Sommerhitze kam die Nachfrage in unseren Märkten und Onlineshops im zweiten Halbjahr richtig ins Rollen“, sagt Konzernchef Albrecht Hornbach. Flächenbereinigt habe Hornbach die DIY-Umsätze 2018/19 das vierte Jahr in Folge gesteigert. „Dies zeigt, dass unser Geschäftsmodell funktioniert. Dank der intelligenten Verknüpfung von stationärem Handel und Onlinegeschäft schaffen wir für unsere Kunden einen echten Mehrwert. Das spiegelt sich in einer hohen Nachfrage wider. Damit haben wir eine gute Basis, unsere Gewinnsituation in Zukunft wieder deutlich zu verbessern.“
Im Rahmen des laufenden Konzernjahresabschlusses hat der Vorstand die Ertragsprognose der Hornbach-Gruppe für das vergangene Geschäftsjahr 2018/19 konkretisiert. Auf Basis der ersten vorläufigen, ungeprüften Ergebnisse wird damit gerechnet, dass sich das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte Betriebsergebnis (bereinigtes Ebit) der Gruppe auf rund 135 Millionen Euro (Vorjahr: 165,6 Millionen Euro) belaufen wird. Dies entspricht einem Minus von rund 19 Prozent.
Auf Ebene des ebenfalls börsennotierten Teilkonzerns Hornbach Baumarkt AG rechnet der Vorstand mit einem bereinigten Ebit in Höhe von rund 82 Millionen Euro (Vorjahr: 110,0 Millionen Euro). Als Grund nennt das Unternehmen im Vergleich zum Umsatzwachstum überproportionale Steigerungen der Personal- und Sachkosten. „Vorrangiges Ziel ist es mit Blick nach vorne, die Ertragskraft wieder nachhaltig zu stärken“, sagt der Konzernchef.
