Hornbach feiert heute seinen 50. Jahrestag der Eröffnung des ersten Bau- und Gartenmarktes in Bornheim bei Landau in der Pfalz und gibt seine Halbjahreszahlen bekannt.
Genau heute vor 50 Jahren eröffnete Otmar Hornbach in Bornheim bei Landau in der Pfalz den ersten „Bausupermarkt“ des Unternehmens, mit einer für damalige Verhältnisse außerordentlich großen Verkaufsfläche von mehr als 4.000 Quadratmetern. Neben der Größe sorgte ein weiterer Schritt für Aufsehen in der gerade entstehenden Do-it-yourself-Branche: Die Kombination mit einem Gartenmarkt war in Europa eine bemerkenswerte Pioniertat, die schnell zum Maßstab für die gesamte Branche wurde. Heute beschäftigt die Hornbach-Gruppe über 20.000 Mitarbeiter und betreibt 158 Bau- und Gartenmärkte in neun Ländern Europas. „Wir verstehen uns als Nummer Eins für Projekte und entwickeln unser erfolgreiches Konzept konsequent fort. Die sechste Generation hat sich bereits aufgemacht, das Feuer weiter zu tragen“, sagt Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Management AG. Aktuell treibt das Unternehmen mit Vehemenz und großer Investitionsbereitschaft die Digitalisierung seines Handelsformats voran. Durch die Verzahnung stationärer und digitaler Services ergeben sich für die Kunden neue und somit zusätzliche Möglichkeiten, ihre Projekte passgenau vorzubereiten und umzusetzen. Seit Kurzem kann beispielsweise der Holzzuschnitt im Markt komfortabel von zuhause aus online konfiguriert und beauftragt werden.
Nachdem Albrecht Hornbach die 50-jährige Geschichte von Hornbach Baumarkt Revue passieren ließ, wurden turnusmäßig die Halbjahreszahlen des laufenden Geschäftsjahres verkündet.
„Alles in allem haben wir uns im ersten Halbjahr solide entwickelt – und das, obwohl den Verbrauchern im extremen Sommer 2018 eher der Sinn nach Abkühlung als nach schweißtreibenden Bau- oder Renovierungsprojekten stand. Vor dem Hintergrund kann sich das flächen- und währungskursbereinigte Umsatzwachstum unserer Bau- und Gartenmärkte im zweiten Quartal in Höhe von 3,4% sehen lassen“, sagte Finanzvorstand Roland Pelka auf der Halbjahrespressekonferenz in Bornheim.
Im größten operativen Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG (DIY-Einzelhandel) erhöhte sich der Nettoumsatz im zweiten Quartal 2018/19 um 4,3% auf 1,088 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr stiegen die Umsätze um 3,5% auf 2,250 Milliarden Euro (Vj. 2,173 Milliarden Euro). Das stärkste Wachstum verzeichneten erneut die Handelsaktivitäten in der Region übriges Europa, in der die DIY-Geschäftsaktivitäten der acht Länder außerhalb Deutschlands zusammengefasst werden. Der Auslandsanteil am Umsatz des Teilkonzerns erhöhte sich im Halbjahr von 46,3% auf 47,8%. Dazu trug auch die kontinuierliche Expansion im Ausland bei. Im ersten Halbjahr kamen zwei Bau- und Gartenmärkte in den Niederlanden und der Schweiz hinzu. Die inländischen Baumärkte verzeichneten in den ersten sechs Monaten ein Wachstum von 0,7% auf 1,174 Milliarden Euro (Vj. 1,166 Milliarden Euro). Flächen- und währungskursbereinigt erhöhte sich der Umsatz des Teilkonzerns im zweiten Quartal um 3,4% sowie in den ersten sechs Monaten um 2,8%. Während sich die flächenbereinigten Umsätze in den deutschen Filialen im Vergleich zur jeweiligen Vorjahresperiode um 1,2% (Q2) bzw. 0,5% (Halbjahr) verbesserten, lagen die Wachstumsraten im übrigen Europa mit 5,8% bzw. 5,5% deutlich darüber. Nach stabiler Ergebnisentwicklung im Sommerquartal wird mit Aufholjagd im 2. Halbjahr 2018/19 gerechnet.
Der Vorstand bestätigte die Umsatz- und Ertragsprognosen für das Gesamtjahr 2018/19. Er rechnet damit, dass der Ertragsrückstand des ersten Quartals in der zweiten Jahreshälfte nahezu wettgemacht wird. Roland Pelka: „Nach der ‚Sommerpause‘ im Aufholprozess ist das Ziel ambitioniert, aber zu schaffen.“ Daher wird weiterhin davon ausgegangen, dass das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) der Hornbach-Gruppe im Gesamtjahr 2018/19 in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017/18 (165,6 Mio. Euro) liegen wird.
