Hornbach-Baumarkt-Niederlande
Hornbach ist „sehr glücklich“ mit dem Geschäftsverlauf. (Quelle: Hornbach)

Handel 2020-12-22T00:00:00Z Hornbach hält trotz Lockdown-Risiken an Jahresprognose fest

Die Bornheimer Baumarktkette meldet für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 ein Umsatzplus von mehr als 20 Prozent. Jüngste Marktschließungen in Österreich und Tschechien hätten „kaum Bremsspuren hinterlassen“.

Umsatzrückgänge in beeinträchtigten Regionen seien dank des unvermindert kräftigen Wachstums in den übrigen Regionen sowie durch Vorzieh- und Nachholeffekte mehr als ausgeglichen worden, teilte das Unternehmen mit.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres verzeichnet Hornbach im Vorjahresvergleich konzernweit ein Umsatzwachstum von 20,2 Prozent auf rund 4,50 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,75 Milliarden Euro). Im Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG (DIY-Einzelhandel) stieg der Nettoumsatz im Dreivierteljahr um 20,7 Prozent auf rund 4,22 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,50 Milliarden Euro). Das Onlinegeschäft habe laut Hornbach weiter an Fahrt gewonnen und legte in den ersten neun Monaten konzernweit um etwa zwei Drittel zu.

Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte Ebit stieg im dritten Quartal 2020/21 um 59,9 Prozent auf 66,9 Millionen Euro (Vorjahr: 41,8 Millionen Euro), im Dreivierteljahr 2020/21 um 67,2 Prozent auf 401,5 Millionen Euro (Vorjahr: 240,2 Millionen Euro).

„Es sollte in Betracht gezogen werden, dass die Baumärkte ihren Versorgungsauftrag wieder erfüllen können“

„Mit dem bisherigen Geschäftsverlauf können wir uns sehr glücklich schätzen. Letztlich ist er auch ein Spiegelbild des seit Corona deutlich veränderten Kundenverhaltens. Das schöne und sichere Zuhause ist nunmehr stark in den Lebensmittelpunkt gerückt“, kommentiert Konzernchef Albrecht Hornbach. Der im Dezember in Deutschland und anderen Ländern verhängte harte Lockdown habe „die starken DIY-Bedürfnisse der Menschen erneut deutlich gezeigt“.

Die Ankündigung der Baumarktschließungen für den Publikumsverkehr hätten „geballte Last-Minute-Einkäufe ausgelöst“, so Hornbach. „Trotzdem wird sich jetzt in den Haushalten einiges anstauen. Es sollte in Betracht gezogen werden, dass die systemrelevanten Bau- und Gartenmärkte ihren Versorgungsauftrag mit höchsten Sicherheitsstandards in absehbarer Zeit wieder erfüllen können.“

Hornbach geht auf Basis der bis dato bekannten Rahmenbedingungen in seinem Verbreitungsgebiet davon aus, dass es im Dezember trotz Verkaufsbeschränkungen keinen Umsatzrückgang geben wird. Der Konzernchef: „Hinten raus ist die spannende Frage, wann wir nach dem Jahreswechsel 2020/21 die geschlossenen Märkte wieder für die Privatkunden öffnen dürfen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass schließungsbedingte Umsatzverluste dank der erheblichen Nachholeffekte und dank des starken Wachstums in anderen Regionen sowie im Onlinehandel zu einem guten Teil ausgeglichen werden können.“

Der Vorstand hält vorbehaltlich weiterer Einschränkungen oder einer Verlängerung des harten Lockdown an seiner Jahresprognose fest. Demnach wird der Konzernumsatz um bis zu 17 Prozent wachsen, das Ebit auf bis zu 360 Millionen Euro.

zuletzt editiert am 24. Juni 2021
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