Hornbach wird nach einem Gewinnplus optimistischer für das laufende Geschäftsjahr. Verantwortlich für gestiegene Umsatz- und Gewinnzahlen im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende August seien mehr Kunden und der eingeleitete Sparkurs.
Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf 2,61 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) legte um 23 Prozent auf gut 198 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Ergebnis von 133 Millionen Euro, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Aktienkurs legte nach Vorlage der Halbjahreszahlen um mehr als 5 Prozent zu.
Konzernchef Albrecht Hornbach hob bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen das „Umsatzwachstum durch mehr Kunden in Verbindung mit einem höheren Durchschnittskauf“ hervor. Auf das gute Ergebnis hätten sich zusätzlich gesunkene Kosten und eine veränderte Rechnungslegung ausgewirkt. Das laufende Geschäft habe aber das größte Plus beigesteuert, hieß es.
Daher hob der Vorstand trotz höherer Risiken durch das Wetter und die sich abschwächende Konjunktur im zweiten Halbjahr die Prognose für das laufende Geschäftsjahr moderat an. Demnach erwartet er ein Umsatzplus im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich. Bisher lag die Schätzung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Außerdem rechnet die Konzernführung mit einem Anstieg des bereinigten Ebit um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres von 134,9 Millionen Euro. Bislang ging der Vorstand von einem Anstieg von nur 15 Prozent aus.
Sparmaßnahmen zeigen Wirkung
„Wir haben aus dem enttäuschenden Ergebnisrückgang im vergangenen Jahr Konsequenzen gezogen“, sagte Hornbach. Im vergangenen Jahr hatten die Pfälzer mehr Geld für Umbauten und Modernisierung der Baumärkte ausgegeben. Aus heutiger Sicht seien nicht alle Investitionen nötig gewesen, so Hornbach. Die vollen Auswirkungen der jetzigen Sparpolitik zeigten sich allerdings erst im kommenden Jahr.
Der Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG mit insgesamt 157 Filialen setzte in den ersten sechs Monaten alleine 2,44 Milliarden Euro um, ein Plus von 8,7 Prozent. Finanzchef Roland Pelka erläuterte, dass sich das Wachstum durch alle europäischen Märkte ziehe. In keinem Land gebe es einen Umsatzrückgang. In der Branche laufe es derzeit generell gut. Außerdem habe man in mehr Personal und höhere Vorräte investiert. Die Branche sei relativ konjunkturresistent: Auch in weniger starken Zeiten sparten die Kunden eher an Reisen als an den eigenen vier Wänden.
