Albrecht Hornbach (Quelle: Hornbach)
Konzernchef Albrecht Hornbach (Quelle: Hornbach)

Handel

20. December 2021 | Teilen auf:

Hornbach schluckt Hornbach

Die Hornbach Holding AG will die Hornbach Baumarkt AG von der Börse holen. Der Konzern bietet Anteilseignern der Tochtergesellschaft 47,50 Euro je Aktie. Die Übernahme soll spätestens Anfang März vollzogen werden. Hornbach will sich auf die Umsetzung der Baumarkt-Strategie konzentrieren.

Mit dem sogenannten Delisting der Hornbach Baumarkt AG will der Bornheimer Baumarkt-Konzern seine Kapitalmarktpräsenz vereinfachen und Ineffizienzen der bestehenden Struktur beseitigen. Den Kaufpreis will Hornbach zunächst mithilfe einer Kreditlinie finanzieren und diese anschließend durch langfristige Fremd- oder Eigenkapitalinstrumente ablösen.

„Das Delisting der Hornbach Baumarkt AG ist ein logischer Schritt in der Entwicklung unseres Unternehmens. Wir können die Sichtbarkeit von Hornbach am Kapitalmarkt verbessern, indem wir eine von zwei Börsennotierungen beenden, Ineffizienzen der alten Struktur beseitigen und eine klare Equity-Story als eine börsennotierte Einheit kommunizieren“, sagt Konzernchef Albrecht Hornbach.

Die Entscheidung, die Tochter von der Börse zu holen, ebne „auch den Weg für mehr Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit“, so Hornbach. „Wir werden unsere erfolgreiche Strategie fortsetzen, um unsere Position als eines der attraktivsten Unternehmen für Bau-, Garten- und DIY-Bedarf in Europa mit einer klar definierten Equity-Story und einem deutlichen Bekenntnis zum Kapitalmarkt zu stärken. Darüber hinaus werden die Familien Hornbach als langfristiger Ankeraktionär, der sich voll und ganz mit dem Unternehmen identifiziert, die unternehmerische und strategische Flexibilität gewährleisten und so die langfristige Wertschöpfung fördern.“

Die Hornbach Holding hält bisher 76,4 Prozent der Anteile an der Hornbach Baumarkt AG. Die Übernahme soll spätestens Anfang März vollzogen werden. Der im S-Dax gelistete Konzern bietet den übrigen Anteilseignern der Tochtergesellschaft 47,50 Euro je Aktie in bar. Dies entspricht einem Aufschlag von 13,8 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Freitag.

zuletzt editiert am 18.01.2022