Hornbach-Baumarkt-Niederlande
Hornbach konnte seinen Umsatz weiter steigern. (Quelle: Hornbach)

Handel 2022-06-29T08:24:11.595Z Hornbach setzt Umsatzwachstum fort

Die Hornbach-Gruppe hat heute ihre Zahlen für das erste Quartal 2022/23 (1. März 2022 bis 31. Mai 2022) veröffentlicht. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres weiter steigern.

Der Konzernumsatz wuchs um 8,1 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Der Mehrjahresvergleich bestätigt, dass die Profitabilität des Unternehmens weiterhin deutlich höher ist als in den Jahren vor der Pandemie. Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) liegt im ersten 2022/23 mit 148,3 Millionen Euro zwar unter dem Rekordwert des Vorjahresquartals (169,1 Millionen Euro), aber um 53,1 Prozent signifikant über dem ersten Quartal 2019/20.

Für das laufende Geschäftsjahr 2022/23 erwartet der Vorstand im Einklang mit der angepassten Prognose vom 13. Juni 2022 weiterhin ein leichtes Umsatzwachstum, aber einen Rückgang des bereinigten EBIT-Niveaus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Der Ergebnisausblick wurde jedoch angepasst und spiegelt nun erhöhte makroökonomische Risiken sowie ausgeprägtere und sich verfestigende Herausforderungen in Bezug auf Inflation, Lieferketten und Produktpreise im zweiten Quartal wider.

"Die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkerprodukten ist nach wie vor hoch und das erste Quartal 2022/23 war für das Unternehmen ein Rekordquartal. Wir sind davon überzeugt, dass die Fokussierung der Verbraucher auf ihre unmittelbare Umgebung und ihr Zuhause ein längerfristiger Trend ist, der sich fortsetzen wird. Wir wissen allerdings nicht, wie sich die anhaltende Inflation und geopolitische Unsicherheit in den kommenden Monaten auf das Konsumentenverhalten auswirken werden", kommentiert Erich Harsch, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Baumarkt.

Wachstum bei Bau- und Gartenmärkten

Der größte operative Teilkonzern Hornbach Baumarkt, der zum 31. Mai 2022 insgesamt 169 großflächige Bau- und Gartenmärkte sowie Online-Shops in neun europäischen Ländern betrieb, steigerte den Nettoumsatz um 8,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

Die Nettoumsätze der Hornbach-Baumärkte in Deutschland stiegen im ersten Quartal um 4,7 Prozent auf 853,2 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Fläche stiegen die Umsätze um 4,4 Prozent. Im ersten Quartal des Vorjahres 2021/22 waren die Märkte in Deutschland noch von pandemiebedingten Verkaufsbeschränkungen betroffen. Durch Teilöffnungen der Gartenbereiche und die stark genutzte Click & Collect-Option wirkten sich diese jedoch nicht wesentlich negativ aus.

Der Online-Umsatz inklusive Click & Collect bewegte sich auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Pandemie und machte im ersten Quartal 15,3 Prozent des Gesamtumsatzes des Hornbach Baumarkt Teilkonzerns aus. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, in dem der stationäre Handel in einigen Regionen noch eingeschränkt war, wurde insbesondere Click & Collect erwartungsgemäß deutlich weniger genutzt. Die Umsätze im Direktversand bewegten sich dagegen nur leicht unter dem Vorjahr. Insgesamt sank der Online-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 30,4 Prozent auf 261,4 Millionen Euro.

"Wir beobachten, dass die Einkaufs- und Logistikkosten in den letzten Wochen weiter gestiegen sind und rechnen damit, dass die Inflation auf absehbare Zeit erhöht bleiben wird. In Anbetracht dieser Entwicklungen hielten wir es für angemessen, den Ausblick anzupassen. Wir behalten die Kostenentwicklung im Blick und konzentrieren uns weiterhin auf die Umsetzung unserer organischen Wachstumsstrategie – unsere Expansionspläne und die laufenden Investitionen in Interconnected Retail werden davon nicht betroffen sein", sagt Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender bei Hornbach.

zuletzt editiert am 29. Juni 2022
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