Albrecht Hornbach
Albrecht Hornbach:  „Es gelang uns leider nicht, den Erfolg beim Kunden auch in einen Gewinnanstieg umzuwandeln.“ (Quelle: MAU)

Handel 2019-05-27T00:00:00Z Hornbach will zurück zu alter Ertragsstärke

Die Hornbach-Gruppe hat heute die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres vorgelegt. Der Konzernumsatz ist um 5,3 Prozent auf 4,36 Milliarden Euro angestiegen. Mehrkosten drücken jedoch das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT).

„Im Geschäftsjahr 2018/19, in dem wir auch 50 Jahre Hornbach Bau- und Gartenmärkte feierten, waren wir bei unseren Kunden sehr erfolgreich. Gestiegene Umsätze und Kundenzahlen, die höchste Flächenproduktivität der Top-Ten der deutschen Baumarktunternehmen sowie das Rohertragswachstum sind der Beleg dafür, dass unser Geschäftsmodell funktioniert. Richtig eingestellt, hat der stationäre Einzelhandel eine ausgezeichnete Zukunft“, betonte Albrecht Hornbach, der Vorstandsvorsitzende der Hornbach Management AG, der persönlich haftenden Gesellschafterin der Hornbach Holding AG & Co. KGaA, bei der Bilanzvorlage in Frankfurt.

Umsatzprognose erfüllt

Die Hornbach-Gruppe hat die Umsatzprognose 2018/19 mit einem Plus der Nettoumsätze von 5,3 Prozent auf 4.362 Mio. Euro erfüllt. Der größte operative Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG, der zum Bilanzstichtag 28. Februar 2019 europaweit 158 (Vorjahr: 156) Bau- und Gartenmärkte sowie Onlineshops in neun Ländern betreibt, erhöhte die Umsätze um ebenfalls 5,3 Prozent auf 4,096 Milliarden Euro. Flächen- und währungskursbereinigt legten die Umsätze der Bau- und Gartenmärkte (DIY) konzernweit um 4,2 Prozent zu. Die Flächenproduktivität im DIY-Einzelhandel erreichte 2018/19 mit 2.210 Euro pro Quadratmeter den höchsten Wert seit dem Börsengang der Hornbach Baumarkt AG 1993. Der Onlinehandel, den Hornbach mit seinem stationären DIY-Geschäft zum Interconnected Retail (ICR) verknüpft, trug mit einer im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen, zweistelligen Wachstumsrate zur dynamischen Umsatzentwicklung im Konzern bei. Der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH verzeichnete ein Umsatzplus von 6,7 Prozent auf 265 Millionen Euro.

Nicht zufrieden war Hornbach mit der Gewinnentwicklung im Berichtsjahr 2018/19. „Es gelang uns leider nicht, den Erfolg beim Kunden auch in einen Gewinnanstieg umzuwandeln“, sagte Albrecht Hornbach. Das um nicht-operative Sondereffekte bereinigte EBIT ging im vergangenen Geschäftsjahr um 18,6 Prozent auf 134,9 Millionen Euro zurück, deutlich entfernt vom ursprünglich angepeilten Vorjahresniveau (165,6 Millionen Euro). Im Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG gab das bereinigte Ebit um 25,6 Prozent auf 81,9 Millionen Euro nach. Dies habe vor allem am stark überproportionalen Anstieg der Personal- und Sachkosten im vierten Quartal 2018/19 gelegen. Dahinter verbargen sich insbesondere Mehrkosten für die Verbesserung des stationären Marktauftritts, wie etwa durch Marktumbauten oder Instandhaltungsmaßnahmen, sowie für die intensive Vorbereitung auf die Frühjahrssaison 2019.

Erklärtes Ziel sei es, die Profitabilität dauerhaft zu verbessern, insbesondere im Heimatmarkt Deutschland. „Unsere Kosten müssen wieder langsamer wachsen als die Umsätze. Bei allem, was wir tun, konzentrieren wir uns strikter auf die Dinge, die für unsere Kunden am relevantesten sind. Der Fokus liegt daher im Geschäftsjahr 2019/20 darauf, die Einzelprojekte zu priorisieren“, so Albrecht Hornbach. Dies bedeute aber auch Kostendisziplin in den Filialen und der Verwaltung sowie eine ausgewogene Gewichtsverteilung bei den Investitionen. Die Hornbach-Gruppe investierte 2018/19 mit 196 Millionen Euro rund ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Dabei wurden auch besondere Gelegenheiten (Grundstückserwerb und Rückkauf von Märkten) genutzt, die in der ursprünglichen Planung nicht enthalten waren.

Im aktuellen Geschäftsjahr 2019/20 sollen hingegen die Investitionen ein Volumen von 110 bis 130 Mio. Euro nicht überschreiten. Im laufenden Geschäftsjahrwill die Hornbach-Gruppe den Konzernumsatz erneut im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern.

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
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