Digitale Prospektportale stehen hoch im Kurs: 87 Prozent bewerten ihre Werbewirkung als(sehr) gut, 79 Prozent geben (sehr) gute Noten mit Blick auf den ROI. Aber die größten Herausforderungen sieht der in diesen Tagen veröffentlichte IDH Industry Report in der zurückhaltenden Konsumstimmung, in der Veränderung der Handelskommunikation, im Arbeitskräftemangel und in der Digitalisierung.
Der Glaube an die Zukunft der Printwerbung, insbesondere des Print-Prospekts, schwindet laut der Befragung weiter. Inzwischen finden 30 Prozent der Befragten, dass Print-Prospekte grundsätzlich durch andere Kanäleersetzt werden können (2023: 15%). Für 56 Prozent ist dies teilweise möglich (2023: 78%). 19 Prozentplanen, vollständig auf Print-Prospekte zu verzichten (2023: 13%), 39 Prozent wollen dies teilweise tun (2023: 49%). Das freigewordene Marketingbudget soll vor allem in digitale Kanäle umgeleitetwerden (94%). Darüber hinaus sind (Addressable-) TV (29%), (Digital) Out of Home (26%) und Radio /Digital Audio (13%) die wichtigsten Substitutionskanäle.
Digitale Prospektportale sind die klaren Gewinner im Mediamix: 63 Prozent der Befragten betrachtensie als (sehr) günstig, 87 Prozent bewerten ihre Werbewirkung als (sehr) gut und 79 Prozent geben(sehr) gute Noten mit Blick auf den ROI.
Die Bedeutung und Budgets von digitalen Kanälen steigen weiter
In den letzten Jahren hat sich die Bedeutung der verschiedenen Mediengattungen stark verändert. Digitale Medien haben im Vergleich zu analogen Medien deutlich an Bedeutung gewonnen. Diese Entwicklung wird von 98 Prozent der Befragten bestätigt (2023: 93%). (Digital) Out of Home gewinnt für 50 Prozent der Befragten an Bedeutung (2023: 49%). Print-Prospekte verlieren für 67 Prozent an Bedeutung (2023: 53%), Printanzeigen für 81 Prozent (2023: 78%). 70 Prozent der Befragten planen definitiv, digitale Kanäle weiter auszubauen, 28 Prozent vermutlich.
Die zugehörigen Budgets steigen entsprechend: Während digitale Budgets bei der vergangenenBefragung um durchschnittlich 22 Prozent erhöht werden sollten, ergibt die aktuelle Befragung einen geplanten Budget-Zuwachs von 29 Prozent. Das erhöhte Budget fließt bei 72 Prozent der Befragten unter anderem in Social Media und Influencer:innen, 61 Prozent wollen mehr in digitale Prospekt-und Angebotsportale investieren und 57 Prozent stecken mehr Budget in Unternehmens-Apps sowieOnline-/Mobile-Display-Advertising.
Künstliche Intelligenz (KI) wird vor allem für Content-Erstellung genutzt
Auf die Frage, wo Künstliche Intelligenz im Marketing bereits verwendet wird, nennen 77 Prozent den Bereich Texterstellung. Weitere 19 Prozent planen den Einsatz in diesem Bereich. Bei den Werbemitteln (Bilder, Töne, Videos etc.) wird KI von 47 Prozent genutzt, 31 Prozent planen hier den Einsatz. Auch für die Kampagnenoptimierung wird KI bereits von 27 Prozent herangezogen, während 31 Prozent dies zukünftig umsetzen möchten.
Weitere Themenfelder
Die Stärkung der Innenstädte wird von 76 Prozent der Befragten als (sehr) wichtig erachtet. Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle: 61 Prozent achten verstärkt auf nachhaltige Werbekanäle. Digitale Preisschilder sind bei 39 Prozent der befragten Marketingentscheider:innen im Unternehmen im Einsatz, weitere 13 Prozent planen deren Einführung.
Hintergrund: Die Initiative Digitale Handelskommunikation (IDH), von Bonial, Marktguru und Offerista ins Leben gerufen, hat über 50 Marketingverantwortliche aus allen Handelsbereichen zu Trends undHerausforderungen im Handelsmarketing befragt. Der IDH Industry Report 2024 gibt damit Branchenvertreter:innen und Medien ein aktuelles Stimmungsbild des Marktes.
