Zwei Frauen beim Shopping. Quelle: Pexels/Tim Douglas
Zwei Frauen beim Shopping. Quelle: Pexels/Tim Douglas

Handel

17. August 2021 | Teilen auf:

IFH: Konsumzurückhaltung wieder da

Der neueste „Corona Consumer Check“ des IFH Köln beleuchtet die aktuelle Situation des Ausgabeverhaltens der Konsumenten in Deutschland. Dabei zeigt sich: Produktkäufe werden branchenübergreifend wieder vermehrt verschoben.

Zu Beginn der Pandemie und des ersten Lockdowns 2020 haben viele Konsumenten Anschaffungen und Produktkäufe verschoben. Obwohl einige Anschaffungen im Laufe des vergangenen Jahres nachgeholt wurden, hält der Trend auch im zweiten Jahr der Pandemie weiter an. Laut IFH Köln die Konsumzurückhaltung im Juli 2021 wieder angestiegen. Knapp die Hälfte der Befragten (44 Prozent) gibt an, aktuell Anschaffungen zu verschieben. Grund hierfür sind trotz Lockerungen immer noch Ängste und Sorgen um die finanzielle Zukunft, die unverändert bei rund 30 Prozent der Befragten vorherrschen.

Die Verschiebungen der Anschaffungen spiegeln sich auch in den einzelnen Branchen wider. Über alle Branchen hinweg haben Konsumenten weniger Geld ausgegeben als noch vor der Corona-Krise. Insbesondere bei Bekleidung wurde gespart: 41 Prozent der Befragten gaben zuletzt weniger Geld für Fashion & Accessoires aus. Aber auch bei Wohnen & Einrichten tätigen Konsumenten aktuell geringere Ausgaben: Ein Drittel (34 Prozent) gibt weniger Geld aus als noch vor der Pandemie.

Knapp die Hälfte der Befragten hat durch die Beschränkungen der vergangenen Monate realisiert, auf Konsum teilweise verzichten zu können. 47 Prozent haben gemerkt, dass sie gar nicht so viele Produkte benötigen. Auch der jüngeren Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen fällt der Konsumverzicht nicht unbedingt schwer: 43 Prozent realisieren, dass sie auch mit weniger Produkten auskommen können.