Das Ifo-Geschäftsklima im Einzelhandel ist im Juli gestiegen. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage etwas weniger pessimistisch als im Vormonat. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich etwas, bleiben aber überwiegend pessimistisch.
„Das Geschäftsklima bei den Einzelhändlern hat sich zwar zum dritten Mal in Folge verbessert“, sagt Ifo-Branchenexperte Patrick Höppner. „Die Stimmung bei den Unternehmen bleibt aber schlechter als vor der Eskalation des Konflikts im Iran Ende Februar.“
Im April und Mai war der Geschäftsklimaindikator auf die niedrigsten Werte seit 2023 abgerutscht. „Der Iran-Konflikt hat die konjunkturelle Unsicherheit erhöht und belastet die Verbraucherstimmung, auch wegen höherer Inflationsrisiken“, sagt Höppner. Dennoch haben sich viele Waren im Einzelhandel in der ersten Jahreshälfte nur wenig verteuert.
Die Händler rechnen laut Ifo Konjunkturumfrage für die kommenden Monate weiterhin eher mit steigenden als mit sinkenden Preisen.
54 Prozent der Einzelhändler schätzen die Nachfrage im Juli als unzureichend ein. Im zweiten Quartal kauften bei 48,2 Prozent der Unternehmen im stationären Einzelhandel weniger Kunden ein als saisonüblich. Bei Online-Shops registrierten dagegen nur rund 25,6 Prozent der Händler weniger Klicks als für diese Jahreszeit üblich.
