Die aktuellsten Entlastungen wie die Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe wirkten sich im April noch nicht aus, da sie erst zum 1. Mai 2026 in Kraft traten. (Quelle: www.pixelio.de)

Handel 2026-05-13T06:36:31.348Z Inflationsrate im April 2026 bei +2,9 %

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag laut Statistischem Bundesamt (Destatis) im April 2026 bei +2,9 %. Damit hat sich die Teuerung der Verbraucherpreise insgesamt verstärkt, nachdem sie im März 2026 bereits bei +2,7 % gelegen hatte. Im Februar 2026 hatte sie noch +1,9 % betragen. So hoch wie im April 2026 war die Inflationsrate zuletzt im Januar 2024 gewesen.

„Der erneute Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs hat im zweiten Monat in Folge die Gesamtteuerung verstärkt. Besonders der anhaltende Preisdruck bei Kraftstoffen ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich spürbar“, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Gegenüber dem Vormonat März 2026 stiegen die Verbraucherpreise im April 2026 um 0,6 %.

Die Preise für Energieprodukte insgesamt lagen im April 2026 um 10,1 % höher als im April 2025. Wie bereits im Vormonat März 2026 (+7,2 %) erhöhten sich die Energiepreise damit deutlich, während noch im Februar 2026 ein Preisrückgang von -1,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat zu beobachten war. Diese Preisanstiege sind maßgeblich auf die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten und die dadurch ausgelöste Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt zurückzuführen. Besonders deutlich verteuerten sich binnen Jahresfrist im April 2026 Kraftstoffe (+26,2 %). Im Vergleich mit früheren Öl- und Wirtschaftskrisen zeigt sich, dass die Preissteigerungen für Energieprodukte unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich stärker ausgefallen waren.

Im April 2026 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +2,2 %, die Inflationsrate ohne Heizöl und Kraftstoffe betrug +1,9 %. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im April 2026 bei +2,3 %.

Die Preise für Waren lagen im April 2026 insgesamt um 2,9 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Verbrauchsgüter verteuerten sich dabei um 4,2 % und Gebrauchsgüter um 0,6 %. Bei „Möbel, Leuchten, Geräte und anderes Haushaltszubehör“ blieben die Preise gegenüber dem Vorjahresmonat sowie gegenüber dem Vormonat konstant (0,0 %).

zuletzt editiert am 13. Mai 2026