Inflation, Banknoten, Geld
Die Inflationsrate ging im Februar 2024 weiter zurück. (Quelle: Pixabay)

Handel 2023-10-17T06:36:42.396Z Inflationsrate im September auf niedrigstem Stand seit Kriegsbeginn

Die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im September 2023 bei +4,5 Prozent. Im August und Juli 2023 hatte die Inflationsrate noch über sechs Prozent gelegen (+6,1 % bzw. +6,2 %). „Die Inflationsrate ist auf den niedrigsten Wert seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine gefallen. Sie bleibt aber dennoch hoch“, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis).

Wie Destatis weiter mitteilit sind die gestiegenen Preise für Nahrungsmittel ür die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin besonders deutlich spürbar. Die Verbraucherpreise stiegen im September 2023 gegenüber dem Vormonat August 2023 um 0,3 Prozent.

Die Preise für Energieprodukte lagen im September 2023 um 1,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nach +8,3  Prozetn im August 2023. Ausschlaggebend für den deutlich geringeren Preisauftrieb sind hier laut Destatis vor allem die Preiserhöhungen im Vorjahr (Basiseffekt), auch wenn die Preisentwicklungen unterschiedlich waren: Strom war im September 2023 mit +11,1 Prozent weiterhin merklich teurer als ein Jahr zuvor. Dagegen erhöhten sich die Preise für Fernwärme mit +0,3 Prozent nur leicht. Für einige Energieprodukte lagen die Preise im September 2023 sogar niedriger als ein Jahr zuvor (zum Beispiel Erdgas: -5,3 %; Kraftstoffe: -6,0 %). Insbesondere verbilligte sich leichtes Heizöl (-26,0 %).

Im September 2023 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +5,0 Prozent. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie fiel jedoch unter fünf Prozent auf einen Wert von +4,6 Prozent und zeigt, dass die Nahrungsmittelpreise die Gesamtteuerung deutlich prägen. Diese häufig als Kerninflation bezeichnete Kenngröße verdeutlicht ebenso, dass die Teuerung in anderen Güterbereichen weiterhin hoch ist.

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im September 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent. Während sich Verbrauchsgüter nur etwas stärker verteuerten, lagen die Preise von Gebrauchsgütern gegenüber September 2022 um 4,1 Prozent höher. Bei Möbel, Leuchten, Geräte und anderes Haushaltszubehör lag die Teuerung im September 23 bei +5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenüber August 2023 erhöhten sich die Preise in dieser Kategorie leicht um 0,1 Prozent, so die Zahlen von Destatis.

zuletzt editiert am 17. Oktober 2023
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