Grüne Fakten 2026-05-12T09:39:40.371Z IVG und GGS: Absatzzahlen der Substratbranche auch 2025 konstant

Der Industrieverband Garten (IVG) e.V. und die Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen (GGS) e.V. haben das Ergebnis der jährlichen Erhebung von Absatz- und Produktionszahlen der Mitglieder aus der Substratindustrie vorgestellt. Erfreuliches Ergebnis: Der Absatz von Substraten aus deutscher Produktion blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant und signalisiert damit eine stabile Situation, trotz anhaltender Wirtschaftskrise und mangelnder Rohstoffsicherheit. Dies gilt für den Consumer- sowie den Profibereich, die sich verschiedenen Herausforderungen stellen. Wichtigster Rohstoff ist weiterhin Torf, gefolgt von Grüngutkompost und Holzfasern.

Insgesamt wurden laut IVG im Jahr 2025 7,9 Millionen Kubikmeter (m3) Substrate und Erden aus deutscher Produktion abgesetzt. So viel wie etwa in 3.200 olympische Schwimmbecken passen würde. Davon wurden gut drei Millionen Kubikmeter Profisubstrate für den Erwerbsgartenbau verkauft – 1,7 Millionen Kubikmeter im heimischen Markt sowie 1,2 Millionen Kubikmeter als Exportware. Zudem wurden fünf Millionen Kubikmeter Blumenerden für den Consumer-Bereich verkauft. Diese teilen sich auf in 4,1 Millionen Kubikmeter Erden für den deutschen Markt und 0,9 Millionen Kubikmeter für den Export. Absolut wurden in der Produktion 4,3 Millionen Kubikmeterr Torf (2024: 4,7) verwendet, der für die Industrie wichtigste und aktuell unersetzbare Rohstoff. Hinzu kamen 4,4 Millionen Kubikmeter andere organische und 0,3 Millionen Kubikmeter mineralische Ausgangsstoffe.

Die generelle Stabilität in den Verkaufszahlen zeugt laut IVG in erster Linie von einer krisenfesten Industrie, die sich trotz Polykrise und unsicherer Geopolitik bisher gegen viele Widerstände behaupten kann, auch wenn es an politischer Unterstützung in Deutschland fehlt. Die Rohstoffsituation ist nach wie vor angespannt. Es fehlt an Rinde und an hochwertigem Grüngutkompost. Bei Kokos besteht eine sehr große Abhängigkeit von fernen Produktionsorten und langen, kostenintensiven Lieferwegen. „Ein Schlüsselfaktor wäre es, die heimische Rohstoffgewinnung, von Torf und dessen Ersatzrohstoffen, zu stärken und sich auf die Prinzipien der Rohstoffsicherheit, Qualität, Regionalität und Unabhängigkeit zu besinnen“, bewertet Philip Testroet, stellvertretender Geschäftsführer des IVG, die aktuelle Lage.

zuletzt editiert am 12. Mai 2026