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Kontaktloses Zahlen ist auf dem Vormarsch. (Quelle: Pexels/Andrea Piacquadio)

Handel 2021-05-05T00:00:00Z Kartengestützter Umsatz legt 2020 um 20 Milliarden Euro zu

Das Einkaufsverhalten der Deutschen hat sich im ersten Jahr der Corona-Krise deutlich verändert. Laut EHI bezahlten Verbraucher 2020 signifikant mehr Geld pro Einkauf im Handel. Mehr als die Hälfte der stationären Umsätze zahlten Kunden mit Karte.

Insgesamt legte der kartengestützte Umsatz im vergangenen Jahr um rund 20 Milliarden Euro zu, wie aus der EHI-Studie „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2021“ hervorgeht. 56,3 Prozent des stationären Handelsumsatzes zahlten Kunden 2020 per Karte. Nur noch 40,9 Prozent macht der Baranteil aus.

Daran ist die Pandemie laut EHI „nicht ganz unschuldig“. Die Deutschen gehen demnach seltener einkaufen, geben dann aber mehr Geld aus, weil sie durch eine Reduzierung ihrer Einkaufsfrequenz unnötige Kontakte vermeiden wollen. EHI-Experte Horst Rüter: „Die Krise hat den Rückgang des Barumsatzes im stationären Handel um mindestens drei Jahre beschleunigt. Karten sind – neben dem deutlich gewachsenen Onlinegeschäft – die eindeutigen Gewinner der Krise.“

Die „Girocard“ ist mit einer Steigerung des Umsatzanteils von 6,5 Prozentpunkten (entspricht 24,8 Milliarden Euro) deutlich vor den Kreditkarten (+0,9 Prozentpunkte) der Gewinner im Zahlungsmix des stationären Handels. Kontaktloses und zunehmend auch mobiles Bezahlen sind Treiber der aktuellen Entwicklung in der Corona-Krise. Zurzeit liegt laut EHI der Anteil der kontaktlosen Transaktionen der „Girocard“ bei 60 Prozent und macht rund 55 Prozent des gesamten „Girocard“-Umsatzes aus.

Bei den Kreditkarten liegt der Kontaktlosanteil sogar noch rund 15 Prozentpunkte höher. Mobiles Bezahlen per Smartphone bewegt sich mit steigendem Trend in einer Größenordnung zwischen 5 und 10 Prozent aller kontaktlosen Transaktionen.

zuletzt editiert am 24. Juni 2021
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