Die britische Baumarktkette Kingfisher hat die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. B&Q ist in der Phase der Konsolidierung, Screwfix ist stark, schreibt in Deutschland aber noch Verluste.
Nach den Zahlen, die Kingfisher gestern vorgelegt hat, beziffert sich der Jahresumsatz 2016/17 der gesamten Gruppe auf 11,225 Mrd. Britische Pfund. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 8,7 Prozent. Währungsbereinigt beträgt das Plus nur noch 1,7 Prozent, flächenbereinigt +2,3 Prozent. Der Gewinn in dem Zeitraum wird mit 847 Mio. britischen Pfund ausgewiesen, ein Wachstum von 13,5 Prozent.
Die einzelnen Vertriebslinien schnitten in ihrer jeweiligen Bilanz ganz unterschiedlich ab. Während B&Q in UK und Irland sich noch in der Konsolidierungsphase befindet und einen Umsatzrückgang von 3,1 hinnehmen musste, machte Screwfix auf der Insel einen Umsatzsprung von 23,2 Prozent. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass B&Q eine Reihe von Läden geschlossen hat, sodass dort immer noch ein flächenbereinigtes Plus von 3,5 Prozent zu Buche steht. Screwfix UK hingegen hat im Berichtszeitraum 60 Stores neu ans Netz gebracht, das flächenbereinigte Plus beträgt aber immerhin noch 13,8 Prozent.
Erstmalig wurde Screwfix Deutschland in der Statistik separat ausgewiesen. Zehn neue Stores sind im letzten Jahr eröffnet worden, sodass der kontinentale Ableger der Kingfishertochter zum Bilanzstichtag 19 Märkte am Netz hat, die jedoch nicht alle über den gesamten Berichtszeitraum auf den Umsatz eingezahlt haben. Der Umsatz von Screwfix in Deutschland beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf sieben Mio. Euro. Ein Vergleichsumsatz wurde nicht angegeben. Aufgrund der Kosten für Eröffnungen etc. haben sich die Verluste von 7 Mio. Pfund (2015/16) auf 14 Mio. Pfund verdoppelt.
