Veronique Laury
Véronique Laury: „Wir haben beschlossen, Russland, Spanien und Portugal zu verlassen.“ (Quelle: bmm)

Handel 2018-11-22T00:00:00Z Kingfisher zieht sich aus Russland, Spanien und Portugal zurück

Die britische Baumarktkette Kingfisher hat die Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben. Die Umsätze sind über Länder und Vertriebslinien hinweg uneinheitlich. Véronique Laury kündigt an, die Märkte in Russland, Spanien und Portugal zu verlassen.

Die Kingfisher Gruppe hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 3,048 Milliarden britischen Pfund erzielt, ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 0,2 Prozent, Währungsbereinigt steht immerhin ein Plus von 1,2 Prozent zu Biuche, flächenbereinigt ein Minus von 1,3 Prozent.

Besonders unter Druck geraten ist der Markt in Frankreich. Die Vertriebslinie Brico Dépôt hat zwar noch ein Umsatzplus von 1,5 zu verzeichnen, bei Castorama ist der Umsatz regelrecht eingebrochen, und zwar um 8,5 Prozent. Auch in Russland ist ein Umsatzrückgang von 6,4 Prozent auf nunmehr  umgerechnet 101 Millionen Pfund zu verzeichnen. Gut geschlagen hat sich einmal mehr die Vertriebslinie Screwfix: In Großbritannien und Irland wurde ein Umsatzplus von 10,6 Prozent auf 442 Millionen Pfund realisiert. Der Umsatz der deutschen Screwfix-Linie stieg im Berichtszeitraum um 5,8 Prozent auf vier Millionen Euro.

Véronique Laury, CEO von Kingfisher erklärte: „Wir machen weiter Fortschritte mit unserem Transformationsprozess. Wir sind auf gutem Weg, unsere wichtigsten strategischen Meilensteine im dritten Jahr in Folge zu erreichen, und haben unsere Bruttomarge im dritten Quartal gesteigert.“ Und weiter: „Die Transformation ist hart und wir befinden uns in einem schwierigen Einzelhandelsumfeld. Wir stehen vor Herausforderungen und gehen sie an. Unsere wichtigste Herausforderung ist Castorama Frankreich; der Aktionsplan ist für dieses Jahr umgesetzt. Wir bekennen uns zu unserem Plan und zum langfristigen Aufbau eines starken Geschäfts. Als Teil dieser Verpflichtung haben wir beschlossen, Russland, Spanien und Portugal zu verlassen. Auf diese Weise können wir unsere Strategie in unseren Hauptmärkten, in denen wir eine marktführende Position haben oder erreichen können, besser umsetzen.“ Zu einer möglichen Schließung der deutschen Screwfix-Märkte machte Véronique Laury keine Angaben.

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
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