Eine Pressekonferenz der Koelnmesse mit mehreren Personen, die an einem Tisch sitzen, und einer großen Leinwand im Hintergrund.
Koelnmesse-Pressekonferenz Jahresabschluss 2024 im KölnSKY, v. l. n. r.: Dr. Jasmin Fischer (Zentralbereichsleitung Unternehmenskommunikation), Gerald Böse (Vorsitzender Geschäftsleitung), Oliver Frese (Geschäftsführer), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin der Stadt Köln und Vorsitzende des Aufsichtsrats der Koelnmesse), Silke de Witt (Zentralbereichsleiterin Finanzen und Controlling). (Quelle: Koelnmesse)

Branche 2025-06-29T22:00:00Z Koelnmesse mit neuer Zehnjahresstrategie

Die Koelnmesse blickt auf ein erfolgreiches Messejahr 2024 zurück: Mit einem Umsatz von 365,8 Millionen Euro, einem Gewinn von 21,3 Millionen Euro und insgesamt 76 Veranstaltungen in Köln und weltweit konnte das Unternehmen seine Position als einer der führenden internationalen Messeveranstalter weiter festigen. Auch im laufenden Jahr bleibt die Koelnmesse entschlossen auf ihrem Wachstumskurs.

„Unsere Entwicklung zeigt: Wer mutig investiert, innovativ bleibt und konsequent auf die Zukunft setzt, wird auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld belohnt“, sagt Gerald Böse, CEO der Koelnmesse.

Blick ins laufende Geschäftsjahr

„Im laufenden Geschäftsjahr peilt die Koelnmesse mit einem Umsatz von rund 450 Millionen Euro einen neuen Rekord in den Umsatzlösen“, so Gerald Böse. Er betont aber auch: „Die wirtschaftliche Lage gestaltet sich weiterhin schwierig, und der Mittelstand, der Messeauftritte traditionell als Tor zur Welt nutzt, steht unter großem Druck. Natürlich spüren auch wir das: Gestiegene Kosten, Bürokratisierung und die Handels- und Zollpolitik schlagen auf die Investitions- und Konsumlaune, nicht nur in Deutschland. Kostenseitig bemerken auch wir diesen Druck und erwarten daher ein Ergebnis maximal auf dem Niveau des Jahres 2023.“

Wichtige Impulse für das prognostizierte Wachstum kommen insbesondere aus zahlreichen Premierenformaten im Ausland und erfolgreich akquiriertem Neugeschäft bei Gastveranstaltungen und Konferenzen. Ein bedeutender Erfolgsfaktor ist auch das erst 2024 eröffnete Conference- und Exhibition-Center Confex, das mit einem exzellenten Buchungsstand bis 2030 überzeugt. Vor allem Kongresse in neu erschlossenen Themenfeldern sowie erste Buchungserfolge namhafter Medizinkongresse eröffnen zusätzliche Marktpotenziale und stärken die Position der Koelnmesse im Veranstaltungs- und Kongresssegment nachhaltig.

„level35“: klarer Kurs für nachhaltiges Wachstum

„Wir haben während der Corona-Zeit und im Anschluss an die Pandemie unsere Hausaufgaben gemacht – und profitieren heute davon im sich normalisierendem Messegeschäft“, sagt Gerald Böse. „In einer Phase großer Unsicherheit haben wir Ausgaben reduziert, Investitionen zurückgestellt und Anpassungen vorgenommen, wo es nötig war. Gleichzeitig hinterfragen wir kontinuierlich unsere Abläufe und setzen darauf, Prozesse schlanker und effizienter zu gestalten.“

Auf diese Pfeiler baut die Koelnmesse auch in den kommenden zehn Jahren: Mit ihrer neuen Unternehmensstrategie „level35” verfolgt die Messegesellschaft das Ziel, bis 2035 bei Umsatz und Gewinn dauerhaft und weltweit zu den Top 5 aller Messegesellschaften mit eigenem Gelände zu gehören. „Dies gelingt uns bereits in den starken, ungeraden Messejahren”, so Oliver Frese, „doch unser Ehrgeiz ist es, in den turnusbedingt schwächeren, geraden Jahren Umsatz und Gewinn ebenfalls auf internationales Top-Niveau zu heben.”

Nachhaltigkeit: Führungsrolle der Koelnmesse in der Branche

Ab 2030 will die Koelnmesse das gesamte Unternehmen und ihre Veranstaltungen in Scope 1 und 2 klimaneutral betreiben. Das bedeutet, dass alle unmittelbar selbst verursachten Treibhausgasemissionen (Scope 1) und auch alle Emissionen durch eingekaufte Energie (Scope 2) auf netto null gebracht werden. Im Geschäftsjahr 2024 hat das Unternehmen wichtige Weichen gestellt und zentrale Meilensteine erreicht. So wurden auf Halle 1, Halle 11, dem Eingang Süd und dem neu eröffneten Confex Photovoltaikanlagen mit insgesamt 20.000 Quadratmetern Modulfläche installiert. Auch die Umrüstung auf energieeffiziente LED-Beleuchtung und der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur auf den messeeigenen Parkplätzen sind spürbar vorangekommen. Der Umstieg auf eine geothermische Heiz- und Kühlanlage für das gesamte Messegelände ist ebenfalls ist vollem Gange – die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.

zuletzt editiert am 18. August 2025
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