Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war auch im Jahr 2021 stark von den Corona-Schutzmaßnahmen beeinträchtigt. Die preisbereinigten Konsumausgaben waren 0,2 Prozent niedriger als 2020 und blieben damit 5 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019.
Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, ist der Rückgang im Jahr 2021 unter anderem auf den Lockdown im ersten Quartal sowie auf weitere Corona-Beschränkungen zum Jahresende zurückzuführen. Die privaten Haushalte konsumierten in diesen Phasen nicht wie gewohnt, die Konsumausgaben brachen ein. Mit den Lockerungen gaben die Konsumenten wieder mehr Geld aus.
2021 lagen die preisbereinigten Konsumausgaben für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 3,4 Prozent über dem Vorkrisenniveau im Jahr 2019 und waren somit weiterhin auf einem hohen Niveau. Nach dem starken Anstieg im Jahr 2020 um 3,6 Prozent waren sie im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr mit -0,3 Prozent leicht rückläufig.
Die Ausgaben der privaten Haushalte für Dienstleistungen waren auch im Jahr 2021 stark vom Lockdown und den Corona-Beschränkungen beeinflusst. Besonders deutlich waren die Auswirkungen auf das Gastgewerbe: Nach dem starken Rückgang der preisbereinigten Konsumausgaben für die Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen im Jahr 2020 um 34,2 Prozent wurde im Jahr 2021 nochmals 1,7 Prozent weniger ausgegeben. Auch die preisbereinigten Ausgaben für Freizeit- und Kulturdienstleistungen lagen 2021 nur bei knapp 86 Prozent des Vorkrisenniveaus.
Sättigungseffekte bei Ausgaben für Möbel
Auch aufgrund der befristeten Mehrwertsteuersatzsenkung im zweiten Halbjahr 2020 kauften die privaten Haushalte damals verstärkt langlebige Gebrauchsgüter. So stiegen beispielsweise die preisbereinigten Konsumausgaben für Einrichtungsgegenstände wie Möbel im Jahr 2020 insgesamt um 4,5 Prozent. Nach dem Ende der Mehrwertsteuersatzsenkung waren bei diesen Ausgaben Sättigungseffekte zu beobachten: Die Ausgaben für Einrichtungsgegenstände gingen im Jahr 2021 um 1,7 Prozent zurück, für langlebige Gebrauchsgüter insgesamt um 4,8 Prozent.
