Konsumklima,  GfK, Index, November 2022
Die Ausgabenbereitschaft der Konsumenten nimmt langsam wieder Fahrt auf. (Quelle: RM Handelsmedien)

Handel 2022-11-28T13:24:34.688Z Konsumklima: Talfahrt scheint beendet

Die Verbraucherstimmung stabilisiert sich allmählich - dieser Trend setzt sich im November fort. Laut GfK Konsumklimastudie gewinnen sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartung moderat hinzu. Die Anschaffunsneigung muss allerdings minimale Einbußen hinnehmen.

Für Dezember 2022 verzeichnet die Studie -40,2 Punkte und damit 1,7 Punkte mehr als im November dieses Jahres (-41,9 Punkte). Damit, so die GfK, scheine der Absturz des Konsumklimas zu einem Ende gekommen zu sein, wenn das Niveau des Indikators auch nach wie vor sehr niedrig bleibt. Zusätzliche Unterstützung erhalte das Konsumklima aktuell durch einen Rückgang der Sparneigung um gut fünf Zähler, teilt die GfK mit.

"Zum einen haben sich einige Energiepreise zuletzt leicht erholt, zum anderen gehen die Verbraucher offenbar davon aus, dass die beschlossenen Maßnahmen zur Deckelung der Energiepreise einen Beitrag zur Dämpfung der Inflation leisten können, wenn dieser Beitrag auch eher bescheiden sein dürfte“, erklärt Rolf Bürkl, GfK-Konsumexperte, die verbesserte Entwicklung.

Einkommenserwartung erholt sich

Nach dem Rekordtief im September 2022 legt die Einkommenserwartung der Studie zufolge bereits zum zweiten Mal in Folge moderat zu. Der Indikator gewinnt im November 6,2 Punkte hinzu und steigt damit auf -54,3 Zähler. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres beträgt das Minus noch immer mehr als 67 Punkte.

Anschaffungsneigung geht leicht zurück

Nach den leichten Zugewinnen im Vormonat muss die Anschaffungsneigung wieder einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Die Konsumneigung verliert 1,1 Punkte und weist aktuell -18,6 Punkte auf. Im Vergleich zum November 2021 beträgt das Minus 28,3 Punkte.

Auch die Konjunkturaussichten der deutschen Verbraucher scheinen sich zu stabilisieren. Der Indikator legt zum zweiten Mal in Folge zu. Nach einem Plus von 4,3 Punkten im November steigt er auf -17,9 Zähler. Trotz dieser Verbesserung bleibt das Niveau des Indikators weiter sehr niedrig.

zuletzt editiert am 28. November 2022
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