Während andere Bodenbeläge im Zuge der schwachen Baukonjunktur Rückgänge von bis zu 40 Prozent hinnehmen mussten, erwies sich Kork mit einem Minus von 8 Prozent und einer Gesamtmenge von etwa einer Million Quadratmetern als widerstandsfähiger und gehört deshalb zu den Gewinnern der aktuellen Konsumkrise, wie der Deutsche Kork-Verband (DKV) in einer Mitteilung bestätigt.
Korkbodenbeläge bieten laut DKV eine Reihe von Vorteilen, die sie zu einer attraktiven Wahl für moderne Wohn- und Arbeitsräume machen. Zu den herausragenden technischen Eigenschaften gehören etwa die Energieeffizienz, Lanlebigkeit und Strapazierfähigkeit sowie die Schalldämmung und Nachhaltigkeit, denn Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen, die nach der Ernte wieder nachwächst. Aus Sicht des Verbandes machen all diese Eigenschaften Kork zu einem hochwertigen Bodenbelag, der seine im Vergleich zu herkömmlichen Bodenbelägen höheren Preise mehr als rechtfertigt.
Orientierung für den Konsumenten bietet das bereits 1997 eingeführte „Kork-Logo“. Es ist das Gütezeichen des ersten und einzigen auf Korkbodenbeläge zugeschnittenen Prüfkonzeptes, das geeignet ist, die Qualität von Korkbodenbelägen kontinuierlich zu sichern. Die im Kork-Logo aufgeführten Prüfungen stellen den sinnvollen Untersuchungsrahmen für diese Produktgruppe dar. Die Prüfmethodik orientiert sich an der DIN EN 16516 und den Vorgaben des AgBB-Schemas, die Bewertungskriterien sind jedoch im Sinne des Vorsorgeprinzips und des Verbraucherschutzes in einigen Parametern – z.B. im Vergleich zum „Blauen Engel“ – sogar noch strenger gefasst.
Trotz eines Umsatzrückgangs von knapp 8 Prozent im Jahr 2023 zeigt sich der Deutsche Kork-Verband optimistisch. Die Nachfrage nach hochwertigen und langlebigen Bodenbelägen bleibt stabil und Kork kann sich hier gut behaupten. Die Rahmenbedingungen sprechen ebenfalls für Kork als Boden- und Dämm-Material. Der Renovierungsbedarf wird in Europa stark zunehmen, da sich viele jüngere Menschen keinen Neubau leisten können und deshalb bestehende Immobilien umbauen – oder erben und diese dann nach ihren (nachhaltigen) Bedürfnissen umbauen.
