leere Geldbörse
Die Deutsche Wirtschaft ist spürbar getroffen.

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30. May 2022 | Teilen auf:

Krisen bremsen deutsche Wirtschaft aus

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) verharrt im Mai bei 83 Punkten. Gegenüber April hat sich das Barometer kaum verändert und liegt weiterhin deutlich unter seinem neutralen Wert von 100.

Laut DIW treffen der Krieg in der Ukraine, aber auch die chinesische Corona-Krise die deutsche Wirtschaft spürbar und befeuern die Inflation. Auch global zeichne sich eine gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung ab, von der Deutschland als exportorientierte Volkswirtschaft merklich betroffen sein dürfte. „Angesichts des schwierigen Umfelds hält sich die deutsche Wirtschaft zwar noch gut. Dennoch wird das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal wohl vorübergehend etwas schrumpfen“, sagt Guido Baldi, DIW-Konjunkturexperte.

Lieferengpässe sorgen für Mangel an Rohstoffen und Vorprodukten

Demnach sei vor allem die deutsche Industrie von den Auswirkungen der internationalen Krisen betroffen. Die schon seit der Pandemie bestehenden Lieferengpässe könnten sich kaum entspannen und sorgten für einen anhaltenden Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen. „Der Produktionsstau im verarbeitenden Gewerbe löst sich nur langsam, so dass der hohe Auftragsbestand nur schleppend abgearbeitet werden kann“, so Laura Pagenhardt, DIW-Konjunkturexpertin. Hinzu käme, dass der Fluss neuer Aufträge in dem aktuell unsicheren konjunkturellen Umfeld nachgelassen habe und das Geschäftsklima eintrübe.

Erholungsprozess läuft schrittweise aus

Allerdings sei laut den DIW-Konjunkturexperten bei den Dienstleistungen die Lage besser. So belebten die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen und das Frühlingswetter den Tourismus und die Gastronomie. Dieser Erholungsprozess laufe allerdings schrittweise aus. Immer mehr beeinträchtigten zudem die ökonomische Unsicherheit und die starke Teuerung die Kauflust der Menschen. Die Entlastungspakete dürften, laut DIW-Konjunkturbarometer, die Inflation nur vorübergehend etwas dämpfen. „Entscheidend für die Konjunktur und die Inflation sind momentan der weitere Verlauf des Krieges in der Ukraine und die chinesische Pandemiepolitik“, so Guido Baldi.

zuletzt editiert am 30.05.2022