Aus Protest gegen die Schließungen von Gartencentern in Sachsen hat das Baumarkt-Unternehmen Leitermann am vergangenen Wochenende vor dem Landessozialministerium demonstriert.
„Hier platzen Sachsens Gartenträume“ ist auf einem Plakat zu lesen, das Leitermann-Chef Stephan Lichtenstein und Mitarbeiter vor dem sächsischen Sozialministerium ausgerollt haben. Auf dem Gehweg türmen sich Pflanzen und Erde zu einem Haufen.
Mit der Aktion hat Leitermann am vergangenen Wochenende gegen die Schließung von in Baumärkte integrierte Gartencenter in Sachsen protestiert. Das ostdeutsche Bundesland geht mit der Regelung einen Sonderweg. In Sachsen müssen in Baumärkte integrierte Gartencenter seit 1. Mai schließen, sofern der Inzidenzwert jenseits von 100 liegt. Dies hatte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) verfügt.
Lichtenstein ist deshalb auf der Palme. „Hier geht es schlichtweg um die Existenz von mittelständischen Händlern und Produzenten“, wird er in lokalen Medien zitiert. „Diese müssen bei Aufrechterhaltung dieses verheerenden Beschlusses von Petra Köpping die im Vorfeld getätigten Arbeiten für das Gartenjahr 2021 wie beispielsweise junge Gemüsepflanzen und Blumen vernichten und somit erneut nach dem Lockdown 2020 sowie dem lange andauernden Winter 2020/2021 existenzbedrohende Einbußen verzeichnen.“
Köpping äußerte im MDR Verständnis für den Protest. „Ich kann die Sorgen und Nöte der Wirtschaftsunternehmen sehr gut nachvollziehen. Die Art und Weise, dass man dort mit Kreuzen auffährt, verstehe ich allerdings nicht“, sagte sie mit Blick auf die Symbolik der Demonstranten. Sie habe auch die Menschen im Blick, die wegen Corona momentan auf den Intensivstationen der Krankenhäuser lägen.
