Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) hat seine Mitglieder zu den Auswirkungen der Corona-Krise befragt. Ergebnis: Die Unternehmen sind sehr unterschiedlich betroffen. Insbesondere der Holzeinzelhandel leidet. Der Verband erwartet Lieferengpässe.
Firmen, die Holzeinzelhandel betreiben, mussten teilweise schließen und sind damit laut GD Holz erheblich betroffen. Im Holzgroßhandel werde das Geschäft dagegen überwiegend als „zufriedenstellend bis lebhaft“ bezeichnet. In der Warenversorgung sehe die Branche derzeit überwiegend keine oder nur geringe Beeinträchtigungen, allerdings gebe es den Hinweis, „dass in den nächsten Wochen auch im Holzhandel Engpässe zu erwarten sind“.
Die Auftragslage beurteilen die befragten Unternehmen überwiegend positiv: Etwa die Hälfte sehen keine oder nur geringe Beeinträchtigungen. Ein Drittel hat sogar mehr Aufträge als im Vorjahr. Lediglich ein Drittel der Unternehmen ist von Stornierungen von Aufträgen oder ausbleibenden Aufträgen betroffen. Auch über die Verlängerung von Zahlungszielen werde berichtet, so der Verband. Darüber hinaus wird angegeben, dass Umsätze mit Industriekunden und insbesondere Messebauern komplett ausgefallen sind.
Ein Teil der befragten Unternehmen möchte die vielfältig angebotenen Maßnahmen der Bundesregierung auch nutzen, so gab etwa ein Drittel an, Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen, 25 Prozent wollen auf staatliche Hilfsangebote wie Steuerstundungen oder KfW-Mittel zurückgreifen. Über zwei Drittel der Unternehmen haben einen Notfallplan zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes entwickelt. Aber nur 15 Prozent geben an, den Geschäftsbetrieb herunterzufahren.
