Die beiden Geschäftsführer Günter Hiermaier und Dr. Uli Weller zeigen sich sehr zufrieden über das Jahresergebnis
Geschäftsführer Dr. Uli Weller (links) und Günter Hiermaier setzen Kurs auf eine Milliarde (Quelle: Liqui Moly)

Industrie 2024-01-25T07:48:27.616Z Liqui Moly peilt Umsatzmilliarde an

Der deutsche Motoröl- und Additivproduzent steigert seinen Umsatz im Jahr 2023 um knapp 15 Prozent auf 917 Millionen Euro. Die Anzahl der Mitarbeiter wächst um mehr als fünf Prozent. Weitere Investitionen von mehr als 20 Millionen Euro an den Standorten Ulm und Saarlouis sollen die Produktion sowie die Logistik stärken. 

Geschäftsführer Günter Hiermaier ist zuversichtlich das anvisierte Ziel „Eine-Milliarde-Euro-Umsatz“ im Jahr 2025 sogar schon ein Jahr früher zu erreichen. Auch Kollege Dr. Weller, der seit einem Jahr ebenfalls Geschäftsführer des Ulmer Unternehmens ist, zieht positive Bilanz aus dem Jahr 2023: „Die Rahmenbedingungen waren denkbar schlecht. Uns treffen Energiepreise, Logistikkosten und Inflation hart. Wir können und wollen die gestiegenen Kosten nicht 1:1 auf unsere Kunden umlegen. Auf dem größten Anteil der Preissteigerungen bleiben wir sitzen. Da hilft nur einsparen, wo es niemandem wehtut sowie mehr verkaufen und das weltweit.“

Das gelingt dem Hersteller nach eigenen Angaben augenscheinlich gut. Die Produktions- und Absatzmengen steigen. „Wir haben bei der Additivherstellung unsere Kapazitätsgrenze erreicht. Mehr als 18,5 Mio. Dosen gingen in Ulm vom Band. Unsere Produktionserweiterung bringt hier Entlastung. Im Jahr 2024 planen wir 22 Mio. Dosen“, wird Günter Hiermaier in einer Mitteilung zitiert. Auch die Ölherstellung in Saarlouis liefe fast am Limit. „Millioneninvestitionen helfen uns, die Produktionsmengen zu erhöhen“, berichtet Dr. Weller.

Insgesamt stehen die Weichen des Schmierstoffspezialisten weiterhin auf Wachstumskurs. Man halte weiter an der Internationalisierung fest und stärke die Tochtergesellschaften im Ausland. Zudem werde Personal aufgestockt, wo immer dies nötig sei, heißt es. Im Jahr 2023 seien rund 50 Stellen geschaffen worden - ein Plus von 5 Prozent. Neben der Einführung flexibler Arbeitszeiten, des mobilen Arbeitens habe das Unternehmen einen Inflationsausgleich in Höhe von 3000 Euro an alle 1104 Beschäftigte gezahlt.

zuletzt editiert am 25. Januar 2024
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