Laut den Ergebnissen einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts Branchenradar stiegen zwar 2021 die Herstellererlöse bei Bodenbeschichtungen in Österreich um 4,4 Prozent, allerdings täusche dies über die reale Verfassung des Marktes hinweg.
Demnach wuchsen im vergangenen Jahr ausschließlich die Verkaufspreise, im Schnitt lag die Teuerung bei nahezu 13 Prozent. Verantwortlich dafür seien im Wesentlichen massiv steigende Rohstoffkosten, die von den Erzeugern so weit wie möglich an den Markt weitergegeben werden mussten.
Margen kommen wegen geringerer Nachfrage unter Druck
Die Margen der Produzenten kamen trotzdem unter Druck, so der Branchenradar. Ein Grund dafür sei die geringere Nachfrage gewesen. Während die Herstellererlöse um 4,4 Prozent auf 32,5 Millionen Euro zulegten, schrumpfte der Absatz um sieben Prozent gegenüber 2020; nachdem bereits im ersten Corona-Jahr die Nachfrage um sechs Prozent nachgab.
Markt wurde durch Covid-19 um fünf Jahre zurückgeworfen
Das Marktforschungsinstitut stellt abschließend fest: „Alles in allem wurde damit in den vergangenen beiden Jahren der Markt bedarfsseitig um fünf Jahre zurückgeworfen. Insbesondere im Nicht-Wohnbau wurde viel an Terrain verloren, weil Bauvorhaben temporär gestoppt und Sanierungsvorhaben zurückgestellt wurden. Und obgleich die Aussichten für das laufende und kommende Jahr erfreulich sind, wird das Vorkrisenniveau voraussichtlich frühestens 2025 erreicht werden.“
