Baustelle (Quelle: RM Handelsmedien)
Bauen bleibt teuer. (Quelle: RM Handelsmedien)

Branche

07. January 2022 | Teilen auf:

Materialengpässe: Lage am Bau bleibt angespannt

Die Materialknappheit auf deutschen Baustellen hat sich laut Ifo-Institut zum Jahresende leicht verbessert. Bauunternehmen stehen aber nach wie vor unter Druck und wollen die gestiegenen Preise an Bauherren weitergeben.

Im Hochbau hatten im Dezember 2021 noch 31,3 Prozent der Unternehmen Lieferprobleme, im Vormonat waren es 34,5 Prozent. Im Tiefbau waren 23,1 Prozent betroffen, nach 28,7 Prozent im November. „Trotz der aktuellen Verbesserungen bleibt die Lage angespannt. Die Werte sind im langfristigen Vergleich immer noch außergewöhnlich hoch“, sagt Ifo-Experte Felix Leiss.

Bei Holz und bei Stahl zeichnet sich laut Wirtschaftsforscher „eine gewisse Entspannung ab“, obwohl noch wie vor Engpässe gemeldet würden. Ähnlich sei die Situation bei Dämmmaterial und weiteren Kunststoffprodukten. Leiss: „Die erheblich gestiegenen Materialpreise setzten die Bauunternehmen zusätzlich unter Druck. Insbesondere auf dem Hochbau planen die Betriebe, die Kosten in den kommenden Monaten an die Bauherren weiterzugeben. Aber auch im Tiefbau werden vielerorts Preisanpassungen angepeilt.“

zuletzt editiert am 07.01.2022