Industriegebäude im Sonnenuntergang Quelle: Pixabay/Ralf Vetterle
Die deutsche Industrie hat weiter mit hohen Rohstoffpreisen zu kämpfen. Quelle: Pixabay/Ralf Vetterle

Industrie

08. September 2021 | Teilen auf:

Materialmangel der Industrie verschärft sich weiter

Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich weiter verschlimmert. 69,2 Prozent der Firmen in Deutschland klagten laut Ifo-Institut im August über Engpässe und Probleme bei Vorprodukten und Rohstoffen – nach 63,8 Prozent im Juli ist ein neuer Höchststand erreicht.

„Für die Produktion in der Industrie bleibt das nicht ohne Folgen. Die Beschaffungskrise stellt eine reale Gefahr für den Aufschwung dar“, sagt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Die stark gestiegenen Einkaufspreise für die Vorprodukte machen den Unternehmen weiterhin zu schaffen.“ Die Knappheit bei Halbleitern und Chips macht sich insbesondere bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern bemerkbar (91,5 Prozent nach 83,4 Prozent) und bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen (konstant bei 84,4 Prozent). Trotz Entspannung beim Holzpreis sind weiterhin sehr viele Möbelhersteller betroffen (86,2 nach 73,2 Prozent).

Als Folge dieser Beschaffungskrise wollen offenbar immer mehr Unternehmen die Preise erhöhen. Die Preiserwartungen seien auf einen neuen Rekordwert gestiegen, so Wohlrabe. „Die Unternehmen geben die gestiegenen Einkaufspreise an ihre Kunden weiter.“ Insbesondere in der Elektroindustrie und der Metallbranche seien Preiserhöhungen vorgesehen.