Metallbearbeitung an einer Maschine (Quelle: Pixabay/Michal Jarmoluk)
Viele Materialien für die industrielle Produktion sind weiter knapp. (Quelle: Pixabay/Michal Jarmoluk)

Industrie

29. November 2021 | Teilen auf:

Materialmangel: Erhoffte Erholung bleibt aus

Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat sich im November wieder verstärkt. 74,4 Prozent der Firmen klagten laut Ifo-Institut über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen. Das sind 4 Prozentpunkte mehr als im Oktober.

In fast allen Branchen ist die Anzahl der Unternehmen mit Beschaffungsproblemen gestiegen, zeigt die aktuelle Ifo-Umfrage. Einzige Ausnahme sind die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Dort sank der Anteil auf hohem Niveau von 90 auf 85 Prozent. Damit zählt die Branche aber auch weiterhin zu den am stärksten betroffenen. Dazu gehört auch der Maschinenbau mit 86 Prozent sowie die Autoindustrie mit 88 Prozent. Am unteren Ende stehen die Getränkehersteller. Dort berichteten 40 Prozent der Unternehmen von Engpässen.

„Die erhoffte Entspannung ist ausgeblieben. Ein Ende der Flaschenhals-Rezession in der Industrie ist nicht in Sicht“, sagt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Die weiterhin angespannte Lage bei der Beschaffung bei gleichzeitig sehr gutem Auftragsbestand bleibe nicht ohne Konsequenzen für die Preisentwicklung: Derzeit wollen so viel Firmen in Deutschland ihre Preise erhöhen wie nie zuvor. Der Index der Ifo-Preiserwartungen ist auf 45 Punkte gestiegen, einen neuen Rekordwert seit dem Beginn der Umfragen. Im Vormonat lag der Wert bei 41 Punkten.

zuletzt editiert am 29.11.2021