Die Schweizer Migros-Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2022 erneut ein kräftiges Wachstum im E-Commerce. Erstmals übertraf der konsolidierte Gruppenumsatz die Marke von CHF 30 Milliarden (+ 4.2 Prozent). Der Gruppengewinn von CHF 459 Millionen war beeinflusst durch stark gestiegene Kosten für Rohstoffe, Verpackung und Energie.
Im E-Commerce erzielte die Migros-Gruppe erneut zweistellige Wachstumsraten. Der gesamte Online-Umsatz steigerte sich um 14.9 Prozent auf CHF 3.726 Milliarden.
Normalisierung nach der Pandemie
Die zehn regionalen Migros-Genossenschaften inklusive Tochtergesellschaften erwirtschafteten 2022 einen Nettoumsatz von CHF 15.904 Milliarden (- 2.0 Prozent). Davon entfielen CHF 1.384 Milliarden auf das Auslandsgeschäft. Wie erwartet waren das veränderte Marktumfeld und die sich normalisierende Nachfrage nach den umsatzstarken Pandemiejahren auch in den Super- und Verbrauchermärkten inklusive Migros Online zu spüren: Sie erzielten im Inland einen Umsatz von CHF 12.276 Milliarden (- 3.1 Prozent).
Von rückläufigen Umsätzen betroffen waren die Fachmärkte, zu denen Micasa, SportXX, Bike World, Do it + Garden, Melectronics und OBI gehören. Insgesamt belief sich der Umsatz auf CHF 1.612 Milliarden (- 6.7 Prozent).
Handel baut Marktanteile weiter aus
Das Departement Handel steigerte seinen Umsatz um 4.9 Prozent auf CHF 8.583 Milliarden. Nach dem bereits starken Wachstum in den beiden Vorjahren konnten mehrere Handelsunternehmen den Umsatz im Jahr 2022 nochmals deutlich verbessern. Neben dem Online-Händler Digitec Galaxus setzte auch der Convenience-Anbieter Migrolino den Wachstumskurs der Vorjahre fort und erreichte einen Umsatz von CHF 784 Millionen (+ 5.1 Prozent). Migrol steigerte den Umsatz aufgrund des stark gestiegenen Erdölpreises um 23.8 Prozent auf CHF 1.795 Milliarden. Der Discounter Denner baute in einem rückläufigen Gesamtmarkt seine Marktanteile aus, blieb aber mit einem Umsatz von CHF 3.685 Milliarden unter dem Vorjahresniveau (- 3.2 Prozent).
